Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Mit Humor auf sexuell übertragbare Infektionen aufmerksam machen

Kennen Sie Chlam Chlamydie, Feig Feigwarze oder Trippo Tripper? Das sind nur 3 der insgesamt 5 „Infektastischen STI“. Gemeint sind die sexuell übertragbaren Infektionen Chlamydien, Feigwarzen, Tripper, Hepatitis und Syphilis. Die „Infektastischen STI“ sind ein humorvoller Teil des aktuellen Präventionsprogramms der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Mit diesem Programm soll nicht nur über diese 5 Geschlechtskrankheiten aufgeklärt werden – die Aufklärung über den HI-Virus/Aids ist ein weiterer Bestandteil des Programms. Gerade junge Menschen will man mit Humor begegnen und mithilfe von Comics und Puppen für diese Erkrankungen sensibilisieren.

Anlässlich der 22. Internationalen Aids-Konferenz, die Ende Juli in Amsterdam stattgefunden hat, wies die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf die steigende Zahl der sexuell übertragbaren Infektionen (STI) in Deutschland und Europa hin: Betroffen seien unterschiedliche Bevölkerungsgruppen. Während sich Männer, die Sex mit Männern haben, überproportional häufig mit Syphilis infizieren, soll die Chlamydien-Infektion vor allem unter heterosexuellen jungen Frauen und Männern weit verbreitet sein, teilte die BZgA weiter mit. Da die Vorbeugung von HIV und den anderen Geschlechtskrankheiten eng miteinander verbunden ist, läge eine gemeinschaftliche Kampagne nahe.

Das Wissen zu HIV sei in Deutschland sehr ausgeprägt. Dafür seien Kenntnisse über einzelne STI und deren Symptome in der Gesamtbevölkerung eher gering, betonte die BZgA in ihrer Pressemeldung: Eine repräsentative Umfrage der BZgA „AIDS im öffentlichen Bewusstsein in der Bundesrepublik Deutschland“ zeige, dass aktuell nur 16 Prozent der Frauen und nur 11 Prozent der Männer ein „Brennen“ als Symptom einer möglichen STI zuordnen können. Und das, obwohl STI auch in Deutschland weit verbreitet sind. Laut Angabe der BZgA gehen Studien davon aus, dass sich knapp 5 Prozent der jungen Frauen und Männer mit Chlamydien infiziert haben.

Handpuppen erklären zielgruppengerecht, was sich hinter STI verbirgt

Aus diesem Grund hat die BZgA im Rahmen ihrer Kampagne „Liebensleben“ zur Prävention von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen das Format der „Infektastischen STI“ entwickelt. Dabei handelt es sich um 5 Handpuppen, die an STI angelehnte Namen tragen: Trippo Tripper, Feig Feigwarze, Chlam Chlamydie, Hepp Hepatitis und Philis Syphilis. Mithilfe der Handpuppen wird zielgruppengerecht in Social-Media-Clips erklärt, was sich hinter den Krankheitsbezeichnungen verbirgt, wie man sich infizieren kann und wie man sich am besten vor ihnen schützt.

Weiterführende Infos im Internet

Die Infektastischen STI werden als Teil des HIV/STI-Präventionsprogramms der BZgA vom Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) unterstützt.

Weiterführende Informationen zur HIV- sowie STI-Vorbeugung der BZgA finden Sie im Netz unter:

www.die-infektastischen-sti.de, www.liebesleben.de und www.aids2018.org

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