Neue Broschüre vom Krebsinformationsdienst (KID)

Prostatakrebs: gut informiert entscheiden

Bei örtlich begrenztem Prostatakrebs können sich nach der Diagnose mehrere Behandlungsmöglichkeiten ergeben. Die neu aufgelegte Broschüre „Örtlich begrenzter Prostatakrebs – ein Ratgeber für Betroffene“ des Krebsinformationsdienstes (KID) bietet in dieser Situation eine wertvolle Entscheidungshilfe. So können Patienten gemeinsam mit dem behandelnden Arzt überlegen, welche Vorgehensweise am besten mit der jeweiligen Krankheitssituation und den individuellen Bedürfnissen vereinbar ist. Die Broschüre soll Patienten und deren Angehörige in verständlicher Sprache zu Diagnose, Tumorstadien und Behandlungsoptionen informieren.

Informationen gemäß Leitlinie

Die Broschüre wurde anhand der Leitlinie zur Früherkennung, Diagnose und Behandlung des Prostatakarzinoms (in Kraft seit April 2018) aktualisiert. Alle Änderungen, die sich aus der Leitlinie ergeben, wurden in die Broschüre aufgenommen. Das betrifft zum Beispiel das Vorgehen im Falle der sogenannten aktiven Überwachung. Dabei stehen Patienten mit Prostatakrebs in regelmäßigem Kontakt mit dem Arzt. Eine eingreifende Behandlung erfolgt erst, wenn der Arzt eine Verschlechterung der Erkrankung feststellt. Darüber hinaus werden Fragen zu Vor- und Nachteilen von radikaler Operation oder Bestrahlung beantwortet und erklärt, welches Verfahren sich für wen eignet. Zusätzlich enthalten ist der Flyer „Fragen an den Arzt" zum Heraustrennen. Dieser dient als Leitfaden für das Arztgespräch.

Die Broschüre finden Sie zum Download unter:
https://www.krebsinformationsdienst.de/wegweiser/iblatt/prostatakrebs-lokal.pdf?m=1530607259&

Ebenso können Sie kostenlos eine gedruckte Broschüre anfordern:
Krebsinformationsdienst im Deutschen Krebsforschungszentrum
Im Neuenheimer Feld 280, 69120 Heidelberg
Telefon: 06221/422890 und E-Mail: sekretariat-kid@dkfz.de

Hintergrund: örtlich begrenzter Prostatakrebs

Örtlich oder lokal begrenzter Prostatakrebs bedeutet, dass der Tumor noch nicht in benachbarte Gewebe eingewachsen ist, keine Lymphknoten befallen und keine Fernmetastasen gebildet hat. Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung und die zweithäufigste Krebstodesursache in Deutschland bei Männern. Als Hauptrisikofaktor gilt das Alter: Im Jahr 2014 betrug das mittlere Erkrankungsalter 72 Jahre.

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