Risiko steigt mit der Menge: Alkoholkonsum erhöht Wahrscheinlichkeit für verschiedene Krebsarten

Übermäßiger Alkoholkonsum schadet der Leber und kann das Risiko für einen Tumor in dem Organ erhöhen. Diese Gefahr ist vielen Menschen bekannt. Weitaus weniger verbreitet ist jedoch das Wissen, dass der Griff zu Bier, Wein und Schnaps auch das Risiko für weitere Krebserkrankungen erhöhen kann. Jedes Jahr, so zeigt eine Studie, lassen sich weltweit rund fünf Prozent aller jährlichen Krebs-Neuerkrankungen auf einen zu sorglosen Alkoholgenuss zurückführen. Neben der Leber sind vor allem Brust, Darm, Speiseröhre und Hals betroffen. Zu diesen Ergebnissen kamen Wissenschaftler der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC). Sie werteten weltweite Daten zum Alkoholkonsum aus dem Jahr 2012 aus. Insbesondere die Gefahr für Brustkrebs steige mit dem Genuss von Alkohol an, dicht gefolgt von Darmkrebs.

Bereits Mitte dieses Jahres legten Forschungsergebnisse aus Neuseeland den Schluss nahe, dass Alkohol für die Entstehung verschiedener Krebsarten direkt verantwortlich ist. Bis zu diesem Zeitpunkt gingen viele Experten davon aus, dass Alkoholkonsum das Entstehen eines Tumors lediglich als einer von vielen Faktoren begünstigt, nicht jedoch direkt auslöst. Der genaue Zusammenhang und die verantwortlichen biologischen Mechanismen sollen in weiteren Studien näher erforscht werden.

Wie viel darf ich trinken?
Die Studien zeigen: Bereits moderater Alkoholgenuss kann das Risiko einer Krebs-erkrankung erhöhen – je größer die Menge, desto höher die Gefahr. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt gesunden Männern, nicht mehr als 20 Gramm reinen Alkohol pro Tag zu sich zu nehmen. Für Frauen gibt sie einen Grenzwert von 10 Gramm an. Diese Menge steckt zum Beispiel in einem Glas Bier (0,25 Liter), einem Glas Wein (0,1 Liter – 0,125 Liter) oder einem Schnaps (4 Zentiliter). Jedoch, so raten Experten, sollte diese Grenze nicht täglich ausgeschöpft werden. Sie empfehlen, mehrere Tage die Woche komplett alkoholfrei zu leben.

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