Europaweite Kampagne: Patienten sollen Nebenwirkungen von Arzneimitteln melden

Medikamente können zum Teil schwerwiegende Nebenwirkungen haben. Um diese besser erforschen zu können, haben sich alle europäischen Arzneimittelbehörden in einer landesübergreifenden Kampagne zusammengefunden. Sie fordern Patienten verstärkt dazu auf, unerwünschte Wirkungen von Arzneimitteln direkt bei den Behörden zu melden.

Das Ziel der Initiative ist es, die Sicherheit von Arzneimitteln stetig zu steigern sowie ihre Anwendung und Verschreibung zu optimieren. Denn obwohl Medikamente vor ihrer Zulassung getestet werden, zeigen sich seltenere Nebenwirkungen häufig erst, wenn die Mittel von einer größeren Patientengruppe eingenommen werden.

Patienten sollen selbst aktiv werden
Pharmaunternehmen, Ärzte und Apotheker sind gesetzlich dazu verpflichtet, Nebenwirkungen von Medikamenten bei den zuständigen Behörden zu melden. Seit 2012 haben Patienten dazu auch selbst die Möglichkeit. Die Initiative ruft nun dazu auf, diese Option verstärkt zu nutzen.

In Deutschland werden die Meldungen durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sowie das Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel (Paul-Ehrlich-Institut, PEI) bearbeitet. Beide Einrichtungen bieten online ein Meldeformular an. Auch per Brief oder Fax können Verdachtsfälle gemeldet werden:
www.bfarm.de/uawmelden
www.pei.de/uawmelden

Die Daten werden über eine gesicherte Verbindung in die Datenbank übermittelt und vertraulich behandelt.

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