Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln:

neue Empfehlungen zu Höchstmengen

Etwa 25 bis 30 Prozent der Deutschen greifen regelmäßig zu Nahrungsergänzungs-mitteln. Die Tabletten oder Pülverchen sind unter anderem angereichert mit Vitaminen und Mineralstoffen. Verbraucher versprechen sich von der Einnahme positive Effekte auf ihre Gesundheit oder ihr Wohlbefinden. Allerdings reicht eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung oft aus, um den Körper mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen zu versorgen. Deshalb hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nun seine 2004 vorgeschlagenen Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe geprüft und anhand neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse überarbeitet.

Verbraucher schützen
Bislang gibt es weder auf nationaler noch auf EU-weiter Ebene verbindliche Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln. Die Höchstmengenvorschläge des BfR sind Grundlage für die Schaffung von gesetzlichen Regelungen in Deutschland und sollen als Entscheidungshilfe für das Risikomanagement für risikomindernde Maßnahmen dienen. Die Empfehlungen sollen Verbraucher mit geringer Nährstoffzufuhr Ergänzungsmöglichkeiten bieten, ohne dabei das Risiko einer übermäßigen Nährstoffaufnahme für jene zu erhöhen, die bereits gut versorgt sind. Produkte, die diese Empfehlungen einhalten und entsprechend den Herstelleranweisungen eingenommen werden, sind für Personen ab 15 Jahren sicher.

Tägliche Höchstmenge für Folsäure heruntergesetzt
Als Grundlage für die Höchstmengen dienten jeweils die von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) abgeleitete tolerierbare Tageshöchstmenge, die Zufuhrmengen von Vitaminen und Mineralstoffen durch die übliche Ernährung sowie die jeweiligen Zufuhrreferenzwerte (Recommended Daily Allowance; RDA). Kleine Änderungen ergaben sich zum Beispiel in den Empfehlungen für die Höchstmenge der Vitamin-D-Zufuhr. Hier stieg die Höchstmenge für die Tagesdosis in Nahrungsergänzungsmitteln von 5 auf 20 Mikrogramm. Gesenkt wurde die empfohlene Tageshöchstmenge hingegen bei Folsäure. Hier werden nun 200 statt bisher 400 Mikrogramm empfohlen.

Die Deutschen nehmen ausreichend Nährstoffe zu sich
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) geht davon aus, dass hierzulande über die herkömmliche Ernährung weitestgehend ausreichende Mengen an Vitaminen und Nährstoffen aufgenommen werden. Aus ernährungsphysiologischer Sicht sind Nahrungsergänzungsmittel daher im Allgemeinen nicht notwendig. Eine Ausnahme bildet zum Beispiel die Versorgung mit Vitamin D im Winter. Und nur in einzelnen Fällen − wie in der Schwangerschaft, im Alter und bei chronischen Krankheiten − kann es zu einem Mangel an Nährstoffen kommen, der dann aber mit dem Arzt besprochen und behandelt werden sollte.

Informationen und Empfehlungen zu einer vollwertigen Ernährung erhalten Sie auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Ernährung unter www.dge.de.

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