Humane Papillomviren

Frühzeitige Impfung kann vor Gebärmutterhalskrebs schützen

Mit einer bundesweiten medialen Aktion im Rahmen einer großen Präventions-kampagne möchte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf die Themen Gebärmutterhalskrebs und HPV-Impfung aufmerksam machen. Denn: Nach Angaben der BZgA sind noch immer zu wenige junge Mädchen geimpft.   

Infektionen mit den Humanen Papillomviren (HPV) gehören zu den hauptsächlichen Auslösern für Gebärmutterhalskrebs. Die HP-Viren zählen zu den sogenannten sexuell übertragbaren Erkrankungen und sind hierzulande weitverbreitet. In der Regel sind die meisten HP-Viren harmlos. Manche Typen der HP-Viren können aber Gebärmutterhalskrebs auslösen. Mediziner sprechen von Hochrisiko-HPV. Davon sollen etwa 20 bis 40 Prozent der Frauen im Alter unter 30 Jahren infiziert sein. Das Fatale: Erst nach Jahren kann sich aus einer Infektion Krebs entwickeln. Was viele außerdem nicht wissen: Einige HPV-Typen verursachen Genitalwarzen. Sie sind zwar harmlos, aber lästig.

Nur wenige bisher geimpft worden
Einen frühzeitigen Schutz gegen harmlose Genitalwarzen und lebensgefährlichen Gebärmutterhalskrebs bietet die HPV-Impfung. Darauf macht aktuell die BZgA in Form einer deutschlandweit laufenden medialen Aufklärungsaktion aufmerksam. Warum? Obwohl die Impfung gut vertragen wird, ist bisher nur ein geringer Teil aller Mädchen in Deutschland geimpft. Laut BZgA erhielten bis Ende des Jahres 2014 nur 30,5 Prozent der 15-jährigen Mädchen eine vollständige Impfung. Aktuell wird ein Impfalter zwischen neun und 14 Jahren empfohlen. Mit der Kampagnen-Botschaft „Der beste Schutz vor Gebärmutterhalskrebs: die HPV-Impfung“ richtet sich die Bundeszentrale gezielt an Eltern mit jungen Töchtern sowie an junge Frauen. Die Anzeigenaktion ist Teil eines großen Präventionsprogramms der BZgA, das schon länger läuft. Ziel: Die HPV-Impfquote zu steigern.

Hintergrundinformationen zum Gebärmutterhalskrebs
In Deutschland ist diese Krebserkrankung die dritthäufigste von Frauen im gebärfähigen Alter. Nach Angaben des Zentrums für Krebsregisterdaten (ZfKD) erkrankten im Jahr 2012 mehr als 4.600 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Und auch in den Jahren danach erkrankten zwischen 4.300 bis 4.600 Frauen daran. Gegen die hochriskanten HPV-Typen 16 und 18, die das Karzinom entstehen lassen, kann die Impfung aber gut schützen. Aus diesem Grund hat die Ständige Impfkommission (STIKO) im Jahr 2007 empfohlen, Mädchen zwischen zwölf und 17 Jahren zu impfen. Um noch mehr Mädchen vor einer Infektion vor dem ersten Geschlechtsverkehr zu schützen, wurde das Impfalter 2014 auf neun bis 14 Jahre herabgesetzt. Eine kostenlose Nachimpfung ist bis zum 18. Geburtstag möglich.

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