Kariesbehandlung: Ab 2018 kein Amalgam mehr für Kinder, Stillende und Schwangere

Amalgam gilt als einer der preiswertesten und langlebigsten Stoffe, mit denen Löcher in den Zähnen versorgt werden können. Doch Kritiker warnen vor gesundheitlichen Risiken, die von dem enthaltenen Quecksilber ausgehen können. Aus diesem Grund soll Amalgam ab 1. Juli 2018 bei Kindern und Schwangeren sowie stillenden Frauen nur noch in Ausnahmefällen eingesetzt werden. Ein komplettes Verbot von Amalgam, wie es einige Experten fordern, ist vorerst nicht geplant. Jedoch soll bis 2020 geprüft werden, ob Zahnärzte ab 2030 ganz auf den Füllstoff verzichten können. Dessen Risiken für die Gesundheit sind unter Fachleuten umstritten. Fakt ist: Das enthaltene Quecksilber ist ab einer bestimmten Konzentration für den Menschen giftig. Allerdings schätzt die EU-Kommission Amalgam-Füllungen generell als ungefährlich ein, da sie im Mund verkapselt seien. Auch unter Zahnärzten gibt es daher Befürworter des Füllstoffes: Alternativen wie Keramik und Gold seien wesentlich teurer und weniger haltbar.

Quecksilber: Natürlicher Bestandteil unserer Umwelt
Quecksilber ist ein natürlich vorkommendes Schwermetall in unserer Umwelt. Darüber hinaus setzt auch die Industrie Quecksilber frei, zum Beispiel bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Kohle. Verbindungen des Schwermetalls können über den Magen-Darm-Trakt, die Haut oder die Lunge in den menschlichen Körper aufgenommen werden und unter anderem das zentrale Nervensystem angreifen. Bei Schwangeren kann das Metall die Gehirnentwicklung des ungeborenen Kindes schädigen. Amalgam ist nur eine von vielen Quellen, über die Menschen im Alltag mit Quecksilber in Berührung kommen. Auch Nahrungsmittel, vor allem Fisch und andere Meerestiere, nehmen das Schwermetall aus der Umwelt auf und weisen daher unter Umständen eine hohe Belastung auf.

Alternativen bei der Kariesbehandlung
Doch welche Möglichkeiten haben Patienten, wenn sie bei der Behandlung von Karies auf Amalgam verzichten wollen? Und welche Materialien zahlen die gesetzlichen Krankenkassen? Diese Fragen beantwortet die aktualisierte Patientenbroschüre „Zahnfüllungen – Was Sie als Patient wissen sollten“ der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV). Die Broschüre kann unter www.kzbv.de/informationsmaterial kostenlos als PDF heruntergeladen oder bestellt werden.

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