Studie mit Kurkumin belegt

Der Curry-Inhaltsstoff wirkt antientzündlich wie Kortison

Pharmazeutinnen von der Saar-Universität stellten in Studien fest, dass Kurkumin antientzündlich wirkt. Der Stoff, der dem Currypulver die gelbe Farbe verleiht, beeinflusst wie Kortison gezielt das Protein GILZ, das Entzündungen unterbindet – allerdings ohne Nebenwirkungen.

Eine Arbeitsgruppe der Universität des Saarlandes befasste sich gemeinsam mit Forschern der Universitäten Frankfurt am Main und Perugia (Italien) in mehreren Studien mit dem Protein GILZ. Das Protein unterbindet im menschlichen Körper Entzündungsprozesse. Kommt es dennoch zu einer Entzündung, wird GILZ von den eigenen Immunzellen abgebaut. Kortison-Präparate sorgen unter anderem dafür, dass dieses Protein wieder hervorgerufen und ausgelöst wird. Da Kortison entsprechende Nebenwirkungen hat, untersuchen Forscher Alternativen.

Kurkumin: Basis für künftige Medikamente mit wenigen Nebenwirkungen
Dennoch: Das Ergebnis bedeutet nicht, dass einfaches Currypulver Entzündungen heilen kann. Denn solche Konzentrationen an Kurkumin sind durch einen normalen Verzehr nicht zu erreichen. Die Forscher weisen darauf hin, dass es sich hierbei um Grundlagenforschung handelt. Diese könnte aber die Basis sein, künftig Medikamente zu entwickeln, die keine oder weniger Nebenwirkungen haben als Kortison.

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