Zahl der Tuberkulose-Fälle steigt wieder: Neue Spezialambulanz in Berlin versorgt Patienten

Lange Zeit war die Erkrankung Tuberkulose (TBC) in Deutschland in Vergessenheit geraten. Jetzt steigen die Fallzahlen wieder. Aus diesem Grunde hat das Vivantes Klinikum Neukölln als erste Klinik in Berlin eine Spezialambulanz für Tuberkulose eingerichtet. Hier können Patienten mit Verdacht auf TBC behandelt werden. Klinikmediziner und Praxisärzte aus verschiedenen Fachbereichen arbeiten in dieser Einrichtung Hand in Hand.

Zusammenhang mit der aktuellen Zuwanderung
Im Jahr 2016 erkrankten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 5.915 Menschen an TBC. Die Fallzahl ist beinahe identisch mit jener von 2015 (5.852 Fälle). Die Zahlen aus den beiden vergangen Jahren sind allerdings wesentlich höher als die Fallzahlen in den Jahren zuvor: 2014 (4.526 Fälle), 2013 (4.340 Fälle), 2012: (4.212 Fälle). Der rückläufige Tuberkulose-Trend hat sich also umgekehrt. Laut Aussage von Infektionsforscherin Lena Fiebig vom RKI gibt es einen Zusammenhang mit der aktuellen Zuwanderung.

Vor allem die Lunge ist betroffen
Tuberkulose wird von Mensch zu Mensch übertragen. Die Bakterien befallen vor allem die Lunge. Mögliche Krankheitsanzeichen für eine TBC sind: Husten und Auswurf, Gewichtsabnahme, Fieber, Müdigkeit und Nachtschweiß. Derartige Symptome sollten immer ärztlich abgeklärt werden – vor allem, wenn sie über mehrere Wochen bestehen.

Wichtig zu wissen: Weltweit zählt Tuberkulose zu den zehn häufigsten Todesursachen und ist hierzulande eine meldepflichtige Erkrankung. Der Mediziner Robert Koch entdeckte am 24. März 1882 den Erreger der Tuberkulose und erhielt dafür den Nobelpreis. Seine Entdeckung bereitete den Weg für die Entwicklung spezifischer Diagnostika sowie wirksamer Arzneimittel und verschaffte den Durchbruch im Kampf gegen die Erkrankung.

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