Online-Sucht: Hilfe aus dem World Wide Web für Betroffene und Angehörige

In fantastische Spielwelten abtauchen, Videos anschauen, Kontakte in sozialen Netzwerken knüpfen – für viele Menschen spielt sich der Alltag bereits zu einem großen Teil online ab. Doch das Bedürfnis, ständig vernetzt zu sein, kann schnell zur Sucht werden. Forscher der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Ruhr-Universität Bochum im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) wollen Betroffenen mit einem Online-Beratungsangebot helfen.
Das Programm OASIS (Online-Ambulanz-Service für Internetsüchtige) soll Internet-Süchtige genau dort abholen, wo ihre Sucht entstanden ist und täglich stattfindet: im World Wide Web. Der erste Schritt besteht aus einem Selbsttest, der unter anderem die persönlichen Online- und Freizeitaktivitäten abfragt. Er hilft Interessierten herausfinden, ob bei ihnen das Risiko einer Internetsucht besteht. Ist dies der Fall, können Teilnehmer zwei Online-Sprechstunden mit Psychologen wahrnehmen. Bei Bedarf werden sie danach an eine Behandlungsmöglichkeit in ihrer Nähe vermittelt.

Auch Angehörige können sich informieren
560.000 Menschen, so schätzt das Bundesministerium für Gesundheit (BMG), sind hierzulande internetsüchtig. Aus medizinrechtlichen Gründen richtet sich das Angebot der Online-Sprechstunden von OASIS ausschließlich an Erwachsene ab 18 Jahren. Da jedoch insbesondere Jugendliche im Alter von 14-16 Jahren von Internetsucht betroffen sind, bietet das Programm auch einen Test für Angehörige an, der Fragen zum Verhalten des minderjährigen Suchtgefährdeten stellt. Das Ziel ist es, Familien für das Thema Internetsucht zu sensibilisieren und Angehörigen Tipps zum Umgang mit Betroffenen zu geben.
Das Programm OASIS läuft seit September 2016 und wird vom BMG gefördert.
Weitere Informationen unter: www.onlinesucht-ambulanz.de
 

 

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