Schlankheitsmittel aus dem Internet: Illegale Wirkstoffe können lebensgefährlich werden

Diäten haben in den ersten Wochen des Jahres Hochkonjunktur. Beflügelt von guten Vorsätzen versuchen viele Deutsche, ein paar überflüssige Pfunde zu verlieren. Hersteller von frei verkäuflichen Schlankheitsmitteln werben damit, diesen Prozess mit Pillen, Tropfen und Pulvern zu unterstützen.  Doch die Mittel können schwerwiegende Nebenwirkungen haben, warnt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL).

Schlankheitsmittel werden häufig als sogenannte Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Das Problem: Im Gegensatz zu Arzneimitteln, die ein behördliches Zulassungsverfahren durchlaufen müssen, ist eine solche Regelung für Nahrungsergänzungsmittel nicht vorgesehen. Die Hersteller sind somit nicht verpflichtet, die gesundheitliche Unbedenklichkeit ihrer Präparate nachzuweisen.

Mitunter tödliche Nebenwirkungen
Nahrungsergänzungsmittel dürfen keine arzneiliche Wirkung entfalten. Sie dienen lediglich dazu, dem Körper zusätzliche Vitamine und Mineralstoffe zuzuführen und die normale Ernährung zu ergänzen. Eine nennenswerte Gewichtsreduzierung sei von ihnen daher − ohne eine gleichzeitige kalorienreduzierte Ernährung − nicht zu erwarten, so Experten des BVL. Allerdings: Um die Wirksamkeit ihrer Produkte zu steigern, setzen einige Hersteller ihnen illegale Substanzen wie Sibutramin, Synephrin oder 2,4-Dinitrophenol zu. Diese sollen unter anderem den Kalorienverbrauch steigern und das Hungergefühl dämpfen. Häufig entfalten sie jedoch auch gefährliche Nebenwirkungen wie Organschäden, Herzflimmern oder Bluthochdruck. Unter Umständen kann die Einnahme der Mittel tödlich sein.

Vorsicht bei unrealistischen Versprechungen
Häufig werden die illegalen Mittel im Internet angeboten. Das BVL rät Verbrauchern, die Nahrungsergänzungsmittel zur Gewichtsreduzierung einnehmen möchten, auf ein paar wichtige Punkte zu achten. So sollten Interessierte zum Beispiel skeptisch werden, wenn Hersteller unrealistische Erfolgsversprechen abgeben und ihre Produkte ausschließlich online vertreiben. Vor dem Kauf sollten Verbraucher sich über alle enthaltenen Zutaten informieren, die ihnen unbekannt sind. Bei Zweifeln rund um Wirksamkeit und Sicherheit von Schlankheitsmitteln sind Arzt und Apotheker die richtigen Ansprechpartner.

Sie haben Fragen und wünschen eine persönliche Beratung zu diesem Thema?

Unsere UPD-Experten beantworten Ihre Fragen:

Wichtiger Hinweis: Bitte schicken Sie uns keine Original-Unterlagen mit der Post zu, sondern ausschließlich Kopien. Wir können leider keine Rücksendung Ihrer Unterlagen vornehmen. Aus Datenschutzgründen werden Ihre Dokumente nach der Bearbeitung Ihres Anliegens ordnungsgemäß vernichtet.

© 2017 UPD Patientenberatung Deutschland gGmbH – Dieses gesundheitsbezogene Informationsangebot dient lediglich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden.