Kohlenmonoxid

Die unsichtbare Gefahr

Eine Tragödie, die schockierte: Sechs Teenager im fränkischen Arnstein starben an einer Kohlenmonoxidvergiftung. Die Jugendlichen teilen ihr schlimmes Schicksal mit mehr als dreihundert Menschen in Deutschland, die jedes Jahr von ähnlichen Gasunfällen betroffen sind.

Was genau ist eigentlich Kohlenmonoxid (CO)?
Die Rede ist von einem farb-, geruch- und geschmacklosen Gas, das bei der unvollständigen Verbrennung von Brenn- und Treibstoffen wie Kohle, Gas oder Benzin entsteht. Es handelt sich um ein starkes Atemgift, das sich im Körper an den roten Blutfarbstoff Hämoglobin bindet und so einen Mangel an Sauerstoff auslöst.  

Laut Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) haben Personen mit einer CO-Vergiftung oft zunächst keine Beschwerden und sehen durch die kirschrote Verfärbung des Blutfarbstoffes sogar sehr gesund aus. Dann jedoch können unter anderem Herzrasen, Halluzinationen, Übelkeit und Atemnot eintreten. Beim Versuch aufzustehen, versagen dann schlagartig die Körperfunktionen und ein Handeln wird unmöglich. Schon kurze Zeit später können Betroffene das Bewusstsein verlieren, die Vergiftung endet daher oft tödlich. Die umgehende Sauerstoffgabe gehört zu den wichtigsten Notfallmaßnahmen.

Ein typisches Beispiel, bei dem es zum Austritt von CO kommen kann, ist glühende Holzkohle. In geschlossenen Räumen zu grillen, ist aus diesem Grunde lebensgefährlich – sogar dann, wenn Fenster und Türen geöffnet sind.

Laut BfR besteht diese Gefahr auch bei so bezeichneten „Indoorgrills“, die glühende Holzkohle als Wärmequellen verwenden sowie bei holzkohlebefeuerten Kochtöpfen, sogenannten „hot pots“, wenn sie im Wohnzimmer oder Restaurant zur Anwendung kommen. Ein weiteres Beispiel für die Gefahr eines Austritts von Kohlenmonoxid sind defekte Abzüge an Heizung oder Kamin.

Wie kann man vorbeugen?
Laut BfR bieten herkömmliche Rauchmelder keinen Schutz. Kohlenmonoxid-Melder (CO-Melder), die es in jedem Baumarkt gibt, können dagegen vor einer Anreicherung mit dem geruchlosen Gas warnen und rechtzeitig Alarm auslösen. Sie sind vor allem bei Feuerstätten in geschlossenen Räumen sinnvoll, zum Beispiel Kaminen. Neben regelmäßigem Lüften sollten Heizungen, die Kohle, Gas oder Holz nutzen, turnusmäßig gewartet werden.

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