Initiative „Demenz Partner“

Kurs vermittelt Wissen über den Umgang mit Erkrankten

Menschen mit einer Demenzerkrankung benötigen im Alltag häufig Hilfe, um ihr Leben so lange wie möglich selbstbestimmt führen zu können. Wie sie Betroffenen dabei zur Seite stehen können, erfahren Interessierte bei einer Schulung für „Demenz Partner“, einer Aktion der Deutschen Alzheimer Gesellschaft.

Die Initiative „Demenz Partner“ ist eine Aktion der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. (DAlzG) und wird vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert. Das Ziel des Projektes: In der Gesellschaft das Wissen über die Krankheit und die Bedürfnisse von Betroffenen zu verbreiten. In einem 90-minütigen Kompaktkurs lernen die Teilnehmer Grundlegendes zum Krankheitsbild und erfahren, mit welchen Einschränkungen eine Demenz einhergeht. In Hamburg wurde dieses Jahr bereits der 30.000. Demenz Partner geschult.

Vermittelt werden zudem praktische Tipps zum respektvollen und verständnisvollen Umgang mit erkrankten Menschen – ob in der Familie, am Arbeitsplatz oder in der Nachbarschaft. Der Kurs soll den Teilnehmern Wege aufzeigen, wie Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen im Alltag unterstützt werden können.

Die Kursteilnahme ist kostenfrei

Das Schulungsangebot richtet sich an Privatpersonen ebenso wie an Institutionen, deren Mitarbeiter in ihrem Arbeitsalltag mit an Demenz erkrankten Menschen in Berührung kommen. Die Kompaktkurse sind kostenfrei und werden von Mitgliedern der regionalen Alzheimer Gesellschaften, von Wohlfahrtsverbänden und sozialen Einrichtungen und Organisationen durchgeführt. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft unterstützt die Kursanbieter durch Informations- und Schulungsmaterial.

Sie möchten mehr über das Kursangebot von „Demenz Partner“ erfahren?
Tipp: Infos zur Initiative, Empfehlungen zur Kommunikation mit an Demenz erkrankten Menschen sowie eine Übersicht, wo Kurse in Ihrer Nähe angeboten werden, finden Sie unter www.demenz-partner.de

Was ist Demenz?

Der Begriff Demenz bezeichnet eine Störung der Hirnleistung, die sich in einem zunehmenden Verlust von Gedächtnis und intellektuellen Fähigkeiten äußert. Auch das Verhalten und die Wesenszüge der Erkrankten können von Veränderungen betroffen sein.
Laut Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) sind in Deutschland derzeit rund 1,7 Millionen Männer und Frauen von Alzheimer oder einer anderen Form der Demenz betroffen. Die meisten Erkrankten sind 65 Jahre und älter, jedoch können auch jüngere Menschen an Demenz erkranken.

Die Alzheimer-Erkrankung ist die häufigste Form der Demenz. Bereits im frühen Krankheitsstadium kann sie sich zum Beispiel durch Beeinträchtigungen des Kurzzeitgedächtnisses äußern. Die Erkrankten haben dann Schwierigkeiten, sich den Inhalt von Gesprächen einzuprägen oder abgelegte Gegenstände wiederzufinden. Später lässt auch das Langzeitgedächtnis nach. Menschen, die derartige Symptome bei sich feststellen, sollten ihren Hausarzt oder einen Neurologen um Rat fragen. Dieser kann mithilfe gezielter Untersuchungen der Ursache von Gedächtnisproblemen auf den Grund gehen.

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