Demenz im jüngeren Alter: neuer Ratgeber für Angehörige

Ein Großteil der Menschen, die an Demenz erkranken, ist über 65 Jahre alt. Doch auch Jüngere können betroffen sein. Nicht nur für sie, sondern auch für ihr persönliches Umfeld hat die Diagnose häufig gravierende Folgen, die sich auf viele verschiedene Lebensbereiche auswirken. Der neue Ratgeber „Demenz im jüngeren Lebensalter“ der Deutschen Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) soll Angehörigen von Betroffenen helfen, mit der Krankheit und ihren Herausforderungen besser umzugehen.

Änderungen im Charakter
Eine Demenz kann im fortschreitenden Verlauf starke geistige Einschränkungen für den Patienten mit sich bringen. Auch sein Charakter und sein Verhalten können sich ändern, was auch die Beziehungen der Familienangehörigen zueinander beeinflussen kann. In dem Ratgeber finden Angehörige Informationen darüber, wie sie mit diesen krankheitsbedingten Veränderungen umgehen können. Zudem wird erläutert, welche Hilfestellungen es für Kinder und Jugendliche gibt, die mit der Demenzerkrankung eines Elternteils konfrontiert werden. Ebenso enthalten sind Hinweise zu rechtlichen und finanziellen Fragen sowie zu möglichen Entlastungsangeboten für Familienangehörige.

Der Ratgeber der DAlzG kann unter www.deutsche-alzheimer.de kostenlos bestellt werden.

Hintergrund: Unter einer Demenz verstehen Mediziner eine Erkrankung des Gehirns, die durch den Verlust geistiger Funktionen und Alltagskompetenzen gekennzeichnet ist. Die Demenz nimmt zumeist einen fortschreitenden Verlauf und kann unter anderem zu Beeinträchtigungen der zeitlich-örtlichen Orientierung, der Kommunikationsfähigkeit, der eigenen Identität und von Persönlichkeitsmerkmalen führen.

Laut Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) sind in Deutschland rund 1,6 Millionen Menschen von einer Demenzerkrankung betroffen (Stand 2016). Pro Jahr erkranken hierzulande 300.000 Menschen. Die Häufigkeit von Demenzerkrankungen nimmt mit dem Lebensalter zu: Die meisten Betroffenen sind 85 Jahre und älter. Der Großteil der Demenzen im höheren Lebensalter wird durch die Alzheimer-Krankheit – die häufigste Form der Demenz – und durch Durchblutungsstörungen des Gehirns verursacht.

Dennoch kann die Krankheit auch im jüngeren Alter auftreten. Hierzulande, so die DAlzG, gibt es zwischen 20.000 und 24.000 Menschen, die im Alter zwischen 45 von 65 Jahren von der Krankheit betroffen sind. Sie müssen sich nach der Diagnose besonderen Herausforderungen stellen. Denn in diesem Alter stehen viele Betroffene noch im Berufsleben oder haben minderjährige Kinder, um die sie sich kümmern müssen.

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