Arzneimittel auf Rezept

Cannabis als Medizin

Seit dem Inkrafttreten der Änderungen des Betäubungsmittelrechts im März 2017 darf Cannabis nun medizinisch eingesetzt werden, wenn nach begründeter Einschätzung des behandelnden Arztes eine positive Wirkung auf den Krankheitsverlauf zu erwarten ist. Belegt sind positive Wirkungen bei bestimmten chronischen Erkrankungen wie Multipler Sklerose (MS), in der Schmerztherapie sowie gegen Übelkeit und zur Appetitsteigerung etwa bei Aids- oder Krebspatienten. Das Gesetz ist verabschiedet, aber noch nicht in Kraft getreten.

Medizinischer Einsatz unter staatlicher Aufsicht
Der Einsatz von Cannabis als Medizin soll in Deutschland künftig unter staatlicher Aufsicht vertrieben werden. Zu diesem Zweck wurde beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eine staatliche Agentur eingerichtet. Sie soll Anbau und Vertrieb von Cannabis in Deutschland überwachen.

Ziel ist es, schwerkranke Patienten bis zum Jahr 2019 mit hierzulande angebautem Cannabis in pharmazeutischer Qualität zu versorgen. Hierzulande haben bisher rund 1.000 Patienten eine Sondergenehmigung für Cannabis vom BfArM. Durch die Gesetzesänderung wird diese dann überflüssig. Bislang bezog Deutschland Cannabis für den medizinischen Einsatz aus dem Ausland, unter anderem aus den Niederlanden und aus Kanada.

Sie haben Fragen und wünschen eine persönliche Beratung zu gesundheitlichen und gesundheits- sowie sozialrechtlichen Themen?

Unsere UPD-Experten beantworten Ihre Fragen:

Wichtiger Hinweis: Bitte schicken Sie uns keine Original-Unterlagen mit der Post zu, sondern ausschließlich Kopien. Wir können leider keine Rücksendung Ihrer Unterlagen vornehmen. Aus Datenschutzgründen werden Ihre Dokumente nach der Bearbeitung Ihres Anliegens ordnungsgemäß vernichtet.

© 2017 UPD Patientenberatung Deutschland gGmbH – Dieses gesundheitsbezogene Informationsangebot dient lediglich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden.