Beschwerden nach OP und fehlende Aufklärung über Risiken: Kläger erhält Schmerzensgeld

Ein Patient hat Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn er nicht ausreichend über die Risiken einer Operation aufgeklärt worden ist und infolge des Eingriffs Beschwerden auftreten. Das hat das Oberlandesgericht Köln (OLG) in einem Urteil entschieden (AZ 5 U 8/14). In dem verhandelten Fall sprach das Gericht dem Kläger 75.000 Euro Schmerzensgeld zu.

Nach OP: Lähmungen in Arm und Bein
Der betroffene Patient wurde an der Wirbelsäule operiert und ließ eine sogenannte Lasernukleotomie durchführen. Bei diesem Eingriff wird der Gallertkern der Bandscheibe durch Einbringen einer Lasersonde mittels Hitze zerstört. Nach dem Eingriff waren zunächst der rechte Arm und das rechte Bein des Mannes gelähmt. Zwar ging diese Lähmung wieder zurück, jedoch hatte der Patient auch weiterhin motorische Einschränkungen, brennende Schmerzen an Händen und Füßen sowie eine gestörte Blasenfunktion. Über diese möglichen Risiken wurde der Patient vor dem Eingriff nicht aufgeklärt.
Laut Ansicht des Klägers wurde die Operation fehlerhaft ausgeführt und er ist zudem nicht ausreichend über die Operationsrisiken oder Behandlungsalternativen aufgeklärt worden. Die Klinik konnte das Gericht nicht vom Gegenteil überzeugen.

Sie haben Fragen und wünschen eine persönliche Beratung zu gesundheitlichen und gesundheits- sowie sozialrechtlichen Themen?

Unsere UPD-Experten beantworten Ihre Fragen:

Wichtiger Hinweis: Bitte schicken Sie uns keine Original-Unterlagen mit der Post zu, sondern ausschließlich Kopien. Wir können leider keine Rücksendung Ihrer Unterlagen vornehmen. Aus Datenschutzgründen werden Ihre Dokumente nach der Bearbeitung Ihres Anliegens ordnungsgemäß vernichtet.

© 2017 UPD Patientenberatung Deutschland gGmbH – Dieses gesundheitsbezogene Informationsangebot dient lediglich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden.