Frauen mit Diabetes:

Koffein aus Kaffee kann Sterberisiko verringern

Der regelmäßige Konsum von koffeinhaltigem Kaffee ist bei Diabetikerinnen mit einem verringerten Sterberisiko verbunden. Hinweise auf diesen Zusammenhang fanden portugiesische Forscher in einer aktuellen Studie. Je mehr Kaffee die Probandinnen tranken, desto geringer war ihr Sterberisiko.

Koffein aus verschiedenen Quellen
Für ihre Untersuchungen werteten die Experten die Daten von über 3.000 Männern und Frauen mit Diabetes aus. Ihr Ziel war es herauszufinden, ob und wie sich die Aufnahme von Koffein aus Kaffee, Tee und Softdrinks auf die Sterblichkeit der Probanden auswirkte. Der Beobachtungszeitraum erstreckte sich von 1999 bis 2010.
Die Daten für ihre Forschung bezogen die Wissenschaftler aus der Beobachtungsstudie „National Health and Nutrition Examination Survey“, kurz NHANES. Diese sammelt repräsentative Stichproben über den Gesundheitszustand und die Ernährung der US-amerikanischen Bevölkerung.

Das Ergebnis der portugiesischen Forscher:
Bei den weiblichen Teilnehmern zeigte sich ein umgekehrter Zusammenhang zwischen dem Koffein, das die Diabetikerinnen über Kaffee aufnahmen, und der Gesamtsterblichkeit. Je mehr Kaffee sie tranken, desto geringer war ihr Sterberisiko, verglichen mit Probandinnen, die keinen Kaffee tranken. Bei einem Konsum von weniger als 100 Milligramm Koffein täglich – das entspricht je nach Kaffeeart ungefähr einer Tasse Filterkaffee – verringerte sich das Risiko um 51 Prozent. Nahmen sie zwischen 100 und 200 Milligramm auf, sank das Risiko um 57 Prozent. Ab 200 Milligramm täglich war es um 66 Prozent reduziert.

Und die Männer?
Allerdings: Der Schutzeffekt des Koffeins zeigte sich in der Studie nur dann, wenn die wachmachende Substanz über den Kaffee aufgenommen wurde. Bei Koffein im Tee oder in Softdrinks zeigte sich in den Studiendaten keine Senkung des Gesamtsterberisikos. Ebenso konnten die Forscher den Schutzeffekt des Kaffees für die männlichen Probanden nicht bestätigen. Sie vermuten, dass dafür die unterschiedlichen hormonellen Mechanismen bei den beiden Geschlechtern verantwortlich sind.

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