Ernährungsstudie: 

Höhere Fettaufnahme mit niedrigerem Sterberisiko verbunden

 

Mehr Fette oder mehr Kohlenhydrate – wie sollte unsere Ernährung aussehen, um bestimmten Krankheiten vorzubeugen und das Risiko für einen frühzeitigen Tod zu senken? Mit dieser Frage beschäftigten sich Forscher in der PURE-Studie (Prospective Urban Rural Epidemiology Study). Mehr Fette oder mehr Kohlenhydrate – wie sollte unsere Ernährung aussehen, um bestimmten Krankheiten vorzubeugen und das Risiko für einen frühzeitigen Tod zu senken? Mit dieser Frage beschäftigten sich Forscher in der PURE-Studie (Prospective Urban Rural Epidemiology Study). Für iIhre Studie befragten die US-amerikanischen Forscher über 135.000 Menschen aus 18 verschiedenen Ländern nach ihren Ernährungsgewohnheiten. Die Probanden waren zwischen 35 und 70 Jahre alt und wurden über einen Zeitraum von sieben Jahren beobachtet. Die Wissenschaftler notierten, welchen Anteil Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette jeweils an ihrer täglichen Kalorienaufnahme ausmachten. Zudem hielten sie unter anderem fest, wie viele Probanden in dieser Zeit verstarben.

Kohlenhydrate oder Fette?
Ein Ergebnis: Eine hohe Zufuhr von Kohlenhydraten ging mit einem höheren Sterberisiko einher. Zur Gruppe der Kohlenhydrate gehören zum Beispiel Getreideprodukte wie Brot oder Nudeln, aber auch Reis, Kartoffeln oder Zucker. Bei dem Fünftel der Probanden, die am meisten Kohlenhydrate verzehrten, war das Sterberisiko um 28 Prozent erhöht – verglichen mit dem Fünftel, das am wenigsten davon zu sich nahm. Eine höhere Aufnahme von Fetten war in der Studie mit einem geringeren Sterberisiko verbunden. Das Risiko des Fünftels, das insgesamt am meisten Fett verzehrte, lag 23 Prozent unter dem Fünftel, das am wenigsten Fett über die Nahrung aufnahm. Die Forscher nahmen nicht nur die gesamte Fettaufnahme der Teilnehmer unter die Lupe, sondern unterschieden auch zwischen gesättigten, ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Gesättigte Fette kommen vor allem in tierischen Erzeugnissen wie beispielsweise Milchprodukten oder Fleisch vor. Größere Mengen an einfach und mehrfach ungesättigten Fetten stecken unter anderem in pflanzlichen Nahrungsmitteln wie Ölen oder Samen. Bei allen drei Arten zeigte sich, dass ein jeweils höherer Konsum mit einem niedrigeren Risiko einherging als mit einem niedrigeren Konsum.

Aktuelle Empfehlungen
Mit ihren Ergebnissen stellen die Forscher zum Teil Ernährungsempfehlungen infrage, die zu einer fettarmen Kost mit einem hohen Anteil an Kohlenhydraten raten. Die Forscher der Studie sprechen sich dafür aus, ihre Studienergebnisse in Zukunft bei offiziellen Empfehlungen zu berücksichtigen. In Deutschland beispielsweise gibt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) Empfehlungen für eine gesunde Ernährung heraus. Sie rät zu einer vollwertigen Mischkost mit einer begrenzten Fettmenge und dazu, mehr als 50 Prozent der Energiezufuhr in Form von Kohlenhydraten aufzunehmen. Sie empfiehlt zudem, pflanzliche Öle wie Rapsöl zu bevorzugen.

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