Darmkrebs: Früherkennung und Vorsorge

Koloskopie und Stuhltest: mit diesen Untersuchungen kann Darmkrebs früh erkannt werden

Im Anfangsstadium verursacht Darmkrebs oft keine Beschwerden. Um die Erkrankung dennoch früh entdecken und behandeln zu können, bieten die gesetzlichen Krankenkassen ihren Versicherten unterschiedliche Untersuchungen zur Früherkennung an. Sie richten sich an Männer und Frauen ab einem Alter von 50 Jahren. Neben dem Begriff Früherkennung wird häufig der Begriff Darmkrebsvorsorge verwendet. Vorsorgemaßnahmen dienen dazu, das Eintreten von Erkrankungen zu verhindern. Auch hierzu können die Untersuchungen beitragen, wenn zum Beispiel bei einer Darmspiegelung Krebsvorstufen entfernt werden.

Was ist Darmkrebs? In welchen Teilen des Darms kann er entstehen?

Mit dem Begriff Darmkrebs wird meist eine Krebserkrankung im Dickdarm beschrieben. Der Begriff kolorektales Karzinom fasst die beiden Erkrankungen Kolonkarzinom und Rektumkarzinom zusammen. Das Kolon ist der längste Teil des Dickdarmes, das Rektum der letzte Teil bis zum Darmausgang (Anus). Im Dünndarm kommt Krebs nur sehr selten vor.

Wie häufig tritt Darmkrebs auf?

Pro Jahr erkranken in Deutschland schätzungsweise 61.000 Menschen neu an Darmkrebs. Bei Frauen ist es die zweithäufigste, bei Männern die dritthäufigste Krebserkrankung.

Die Wahrscheinlichkeit, an Darmkrebs zu erkranken, steigt mit dem Alter an. Mehr als die Hälfte der Betroffenen erkrankt nach dem 70. Lebensjahr. Nur etwa jeder zehnte Patient oder Patientin ist jünger als 55 Jahre.

Darmkrebs kann familiär gehäuft auftreten. Ist bereits ein Eltern- oder Geschwisterteil oder ein Kind an Darmkrebs erkrankt, so ist das eigene Risiko für eine Erkrankung erhöht. Zudem können beispielsweise chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa die Wahrscheinlichkeit erhöhen, an Darmkrebs zu erkranken.

Wie entsteht Darmkrebs?

In den meisten Fällen entsteht Darmkrebs aus Darmpolypen, die auch Adenome genannt werden. Bei diesen handelt es sich zunächst um gutartige Wucherungen der Schleimhaut des Dickdarms. Über viele Jahre hinweg können sich die Zellen der Polypen bösartig verändern, sich vermehren und in die Darmwand hineinwachsen.

Derartige Zellveränderungen entstehen oft zufällig. Allerdings können auch äußere Einflüsse − zum Beispiel radioaktive Strahlen oder Gifte in der Umwelt − bewirken, dass die Zellen entarten. Normalerweise ist der Körper in der Lage, entartete Zellen zu beseitigen. Gelingt dies nicht, kann sich eine Krebserkrankung entwickeln. Der Tumor kann sich dann auch in andere Organe ausbreiten und Metastasen bilden.

Ist Darmkrebs heilbar?

Wird der Darmkrebs im frühen Stadium entdeckt und behandelt, so ist er oft heilbar. Von einem frühen Stadium sprechen Ärzte und Ärztinnen, wenn der Krebs noch nicht in andere Organe gestreut hat. Doch auch wenn die Erkrankung bereits weiter fortgeschritten ist, stehen Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Diese können Beschwerden lindern, das Wachstum des Tumors für einige Zeit bremsen und die Lebensqualität der Betroffenen steigern.

Welche Symptome sind typisch für Darmkrebs?

Darmkrebs wächst sehr langsam. Im Frühstadium verursacht die Erkrankung oft keine Beschwerden. Im weiteren Verlauf können unter anderem folgende Symptome auftreten:

  • Schmerzen beim Stuhlgang
  • krampfartige Bauchschmerzen, auch unabhängig vom Stuhlgang
  • veränderte Stuhlgewohnheiten oder Unregelmäßigkeiten beim Stuhlgang. Dies kann zum Beispiel ein besonders häufiger Stuhldrang sein. Möglich sind auch wiederholte Verstopfungen oder ein Wechsel zwischen Verstopfung und Durchfall.
  • ein auffälliger Stuhl, der zum Beispiel besonders übelriechend ist, der dunkel verfärbt ist oder sichtbares Blut oder Schleimbeimengungen enthält
  • bleistiftdünner Stuhl
  • das Gefühl, dass der Darm nach dem Stuhlgang nicht völlig entleert ist
  • häufige ungewöhnlich starke Blähungen und Darmgeräusche
  • Blähungen, die mit einem ungewollten Stuhlabgang verbunden sind
  • ein Gefühl der Völle oder der Übelkeit, das auch bei wenig Nahrungsaufnahme auftritt
  • Schleimabsonderungen aus dem After
  • Schwäche, Müdigkeit und geminderte Leistungsfähigkeit
  • Nachtschweiß und wiederholtes leichtes Fieber
  • Appetitlosigkeit oder ein unerklärlicher Gewichtsverlust

Gut zu wissen: Einige Darmkrebserkrankte zeigen nur wenige oder auch gar keine der beschriebenen Symptome. Auf der anderen Seite kann jede der genannten Beschwerden eine ganz andere Ursache haben. Derartige Beschwerden sollten jedoch ärztlich abgeklärt werden, um eine Krebserkrankung ausschließen zu können.

Für welche Untersuchungen zur Früherkennung übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten?

Darmkrebs wächst langsam und verursacht in frühen Stadien häufig keine Beschwerden. Um ihn dennoch frühzeitig entdecken und behandeln zu können, bietet die gesetzliche Krankenversicherung ihren Versicherten zwei verschiedene Untersuchungen zur Früherkennung an:

Einen Test auf Blut im Stuhl:

  • Den sogenannten immunologischen Stuhltest können gesetzlich Versicherte ab einem Alter von 50 Jahren auf Kosten ihrer Krankenkasse in Anspruch nehmen.
  • Bis zum 55. Geburtstag ist dies einmal im Jahr möglich, danach alle 2 Jahre (es sei denn, die Betroffenen entscheiden sich für eine Darmspiegelung).
  • Die Stuhltests stellen eine Alternative zur Koloskopie dar, falls sich Versicherte nach Abwägung aller Vor- und Nachteile gegen eine Koloskopie entschieden haben.

Eine Darmspiegelung (Koloskopie):

  • Gesetzlich Versicherte können die Darmspiegelung zur Krebsfrüherkennung zweimal in ihrem Leben auf Kosten der Krankenkasse in Anspruch nehmen.
  • Die erste Untersuchung steht Männern ab einem Alter von 50 Jahren, Frauen ab einem Alter von 55 Jahren zu. Der Unterschied bei der Altersgrenze begründet sich dadurch, dass Männer im Vergleich zu Frauen ein höheres Risiko haben, an Darmkrebs zu erkranken.
  • Ist das Ergebnis unauffällig, wird eine weitere Koloskopie nach 10 Jahren empfohlen. Wer keine weitere Koloskopie möchte, kann regelmäßig einen Stuhltest machen (siehe oben).
  • Finden sich bei der ersten Untersuchung zum Beispiel Polypen, so rät der behandelnde Arzt oder die Ärztin möglicherweise zu einer Folgeuntersuchung in einem kürzeren Zeitraum. In diesem Fall übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten.

Neben den beiden genannten Untersuchungen können gesetzlich Versicherte ab dem Alter von 50 Jahren eine ausführliche ärztliche Beratung in Anspruch nehmen. In dem Gespräch werden sie über Ziel und Zweck des Darmkrebsfrüherkennungs-programms informiert.

Zukünftig erhalten gesetzlich Versicherte regelmäßig ein Einladungsschreiben, das sie auf die Möglichkeiten zur Früherkennung hinweist. Geplant ist, dass Versicherte alle 5 Jahre − also im Alter von 50, 55, 60 und 65 Jahren − angeschrieben werden.

Den Einladungen liegen Informationsmaterialien bei, die unter anderem über Organisation und Ablauf sowie Nutzen und Risiken der Untersuchung aufklären sollen. Die Broschüren des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Versicherteninformation sind darüber hinaus hier abrufbar:

Für Männer: https://www.g-ba.de/downloads/17-98-4778/2019-02-20_G-BA_Versicherteninformation_Darmkrebsfrueherkennung_Maenner_bf_WZ.pdf

Für Frauen: https://www.g-ba.de/downloads/17-98-4774/2019-02-20_G-BA_Versicherteninformation_Darmkrebsfrueherkennung_Frauen_bf_WZ.pdf

 

Bitte beachten Sie:

  • Die Angebote zur Früherkennung kommen ab dem genannten Alter und in dem genannten Rhythmus für Männer und Frauen infrage, die keine Beschwerden verspüren und kein erhöhtes Risiko für eine Darmkrebserkrankung mitbringen.
  • Liegt ein erhöhtes Risiko vor, empfiehlt der behandelnde Arzt oder die Ärztin eventuell eine frühere oder häufigere Untersuchung. Die Kosten werden dann von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Wie funktioniert der Stuhltest?

Darmtumore und Polypen können bluten, jedoch ist das Blut im Stuhl nicht immer mit bloßem Auge erkennbar. Der immunologische Stuhltest (iFOBT, „immunologischer fäkaler Okkultbluttest“) weist verstecktes (okkultes) Blut im Stuhl mithilfe von spezifischen Antikörpern nach. Diese binden sich an den Blutfarbstoff Hämoglobin. Ist der Test auffällig, sollte zur Abklärung eine Darmspiegelung erfolgen.

Wie wird der Stuhltest durchgeführt?

Einen Test für die Untersuchung auf verstecktes (okkultes) Blut im Stuhl ist in der Arztpraxis erhältlich – zum Beispiel in der Hausarztpraxis oder bei Fachärztinnen und Fachärzten für Urologie, Gynäkologie oder Innere Medizin. Die Stuhlprobe kann der Patient oder die Patientin zu Hause nach Anleitung selbst entnehmen und den Test danach in der Arztpraxis abgeben. Die Praxis schickt den Test dann in ein Labor, in dem die Stuhlprobe untersucht wird.

Welche Nebenwirkungen können beim Stuhltest auftreten?

Der immunologische Stuhltest hat keine direkten Nebenwirkungen.

Wie zuverlässig ist der Stuhltest?

Der immunologische Stuhltest (iFOBT) wird seit dem 1. April 2017 von den gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen der Untersuchung zur Früherkennung übernommen. Er ist weniger störanfällig als sein Vorgänger, der chemische Stuhltest, und kann (menschliches) Blut besser erkennen.

Dennoch kann auch der immunologische Stuhltest sowohl zu falsch positiven als auch zu falsch negativen Ergebnissen führen.

  •  Falsch positiv bedeutet, dass der Test einen Befund anzeigt, obwohl keine Darmkrebserkrankung vorliegt. Denn Blut im Stuhl kann verschiedene Ursachen haben – und zum Beispiel von einer Blutung der Magenschleimhaut stammen. Daher ist es wichtig, ein positives Ergebnis durch eine nachfolgende Koloskopie abklären zu lassen. Nur ein kleiner Prozentsatz der Menschen mit auffälligem Stuhltest erhält nach einer Darmspiegelung die Diagnose Darmkrebs.     
  • Auf der anderen Seite kann der Test ein unauffälliges Ergebnis haben, obwohl eine Darmkrebserkrankung vorliegt. Dann spricht man von einem falsch negativen Befund. Dieser ist unter anderem möglich, weil nicht jeder Tumor eine Blutung verursacht. Nach Angaben des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) übersieht ein einzelner Stuhltest etwa 30 Prozent der Tumore und viele Polypen im Darm.

Was passiert bei einer Darmspiegelung?

Die Koloskopie kann ambulant durchgeführt werden. Bei der Darmspiegelung wird ein spezielles Endoskop benutzt, um das Innere des Dickdarms zu begutachten. Zu diesem Zweck führt der Arzt oder die Ärztin einen rund 1,5 Meter langen Schlauch über den After in den Darm ein und schiebt ihn vorsichtig bis zum Übergang des Dickdarms in den Dünndarm vor.

Der Schlauch hat einen Durchmesser von rund 1 Zentimeter. Am vorderen Ende ist eine winzige Videokamera samt Lichtquelle angebracht. Auf diese Weise kann der Arzt oder die Ärztin die Schleimhaut der Darmwand Stück für Stück untersuchen. Für eine bessere Sicht wird der Darm mit Luft oder Kohlendioxid aufgeweitet.

Wenn während der Untersuchung ein Polyp oder andere Auffälligkeiten entdeckt werden, können diese mithilfe einer kleinen Zange sofort entfernt oder eine Gewebeprobe entnommen werden. Das Gewebe wird später im Labor untersucht.

Wie zuverlässig ist eine Darmspiegelung?

Generell besteht auch bei der Darmspiegelung die Möglichkeit, dass eine Krebserkrankung oder eine Krebsvorstufe nicht erkannt wird – beispielsweise dann, wenn der Arzt oder die Ärztin eine Veränderung der Darmschleimhaut nicht erkennt. Insbesondere kleine oder flache Polypen können übersehen werden.

Dennoch gilt die Koloskopie als das zuverlässigste Untersuchungsverfahren, um bösartige Tumoren und deren Vorstufen zu entdecken. Schätzungsweise werden 95 Prozent der Tumore durch die Untersuchung erkannt.

Die Koloskopie ist nicht nur eine Untersuchung zur Früherkennung, sondern kann auch der Vorsorge dienen. Erkennt der Untersucher oder die Untersucherin während der Spiegelung Krebsvorstufen in Form von speziellen Polypen, können diese sofort entfernt werden. Die Wucherungen können sich somit nicht mehr zu einem bösartigen Tumor entwickeln.

Nach Angaben des Krebsinformationsdienstes kommt auf 28 Koloskopien eine verhinderte Krebserkrankung. Dies zeigt eine Modellrechnung mit den Daten aus den ersten 10 Jahren des Koloskopie-Programms zur Darmkrebsfrüherkennung in Deutschland.

Welche Nachteile hat eine Koloskopie?

Wie jede medizinische Untersuchung kann auch die Darmspiegelung zu Komplikationen führen. Zu ihnen gehören beispielsweise:

  • Für die vorherige Entleerung des Darms ist es nötig, große Mengen von Flüssigkeit zu trinken. Dies empfinden manche Patienten und Patientinnen als unangenehm.
  • Das Aufblähen des Darmes mit Luft kann zu vorübergehenden Schmerzen und Blähungen führen.
  • Das Beruhigungsmittel oder Kurznarkosemittel kann zu Schwindel oder Herz-Kreislauf-Problemen führen.
  • Nach der Entnahme eines Polypen kann es zu Blutungen kommen, die behandelt werden müssen. Derartige Komplikationen treten in Deutschland durchschnittlich bei 1 bis 2 von 1.000 Untersuchungen auf.
  • Noch seltener kann während der Koloskopie ein Darmdurchbruch (Perforation) auftreten, bei dem der Arzt oder die Ärztin mit dem Untersuchungsgerät durch die Darmwand stößt. Diese Komplikation kann lebensbedrohlich sein, daher ist eine sofortige Operation nötig.

Das Risiko für Komplikationen nimmt mit dem Alter zu. Aus diesem Grund wird Frauen und Männern über 75 Jahren in der Regel keine Koloskopie mehr empfohlen.

Wie lange muss ich mich auf eine Darmspiegelung vorbereiten?

Bei der Vorbereitung der Darmspiegelung geht es in erster Linie darum, den Darm vollständig zu entleeren. Denn nur so liefert die Kamera einen freien Blick auf die innere Darmwand. In der Regel trinkt der Patient oder die Patientin zu diesem Zweck ein Abführmittel, das mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden muss. Bei einem Arzttermin vor der Untersuchung werden der Ablauf und die Vorbereitung genau besprochen.

Wie lange dauert eine Darmspiegelung?

Die Untersuchung dauert zwischen 15 und 45 Minuten. Dabei ist zu beachten, dass Menschen, die zuvor ein Beruhigungsmittel einnehmen, bis zu 24 Stunden kein Auto fahren oder Maschinen betätigen dürfen.

Wird eine Darmspiegelung unter Narkose durchgeführt?

Die Koloskopie gilt als nicht schmerzhaft. Einige Patienten und Patientinnen empfinden die Untersuchung jedoch als unangenehm. Vor dem Eingriff kann daher auf Wunsch eine Kurznarkose verabreicht werden. Alternativ besteht die Möglichkeit, sich kurz vor der Untersuchung ein Beruhigungsmittel geben zu lassen. Das Mittel versetzt Betroffene kurzzeitig in einen Schlaf, sodass sie von der Untersuchung nicht viel mitbekommen.

Was ist eine virtuelle Darmspiegelung?

Bei der virtuellen Koloskopie werden mithilfe einer Computertomografie (CT) oder seltener mithilfe einer Magnetresonanztomografie (MRT) Aufnahmen des Darms erstellt. Dabei entstehen viele einzelne Schnittbilder, aus denen der Computer ein dreidimensionales Bild des Dickdarms errechnet.

Diese Art der Untersuchung bringt Nachteile mit sich. Dazu zählt beispielsweise die Strahlenbelastung, der der Patient oder die Patientin während der Computertomografie ausgesetzt ist. Wird während der virtuellen Koloskopie zudem ein Tumor oder eine andere Auffälligkeit entdeckt, ist zusätzlich eine Darmspiegelung nötig.

Die virtuelle Koloskopie wird derzeit nicht zur Früherkennung von Darmkrebs empfohlen und daher auch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Allerdings kann sie für Menschen infrage kommen, für die eine herkömmliche Koloskopie eine zu große Belastung darstellen würde. Ebenso in Betracht gezogen wird sie eventuell bei Patienten und Patientinnen, bei denen aufgrund von Narben oder Verengungen im Darm eine Koloskopie nicht möglich ist.

Ist die Teilnahme an der Untersuchung zur Früherkennung von Darmkrebs verpflichtend?

Nein. So wie bei allen Untersuchungen zur Früherkennung, die die gesetzlichen Krankenkassen ihren Versicherten anbieten, können auch Untersuchungen wie der Stuhltest oder die Koloskopie freiwillig wahrgenommen werden.

Generell gilt: Untersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten können für bestimmte Personengruppen empfehlenswert sein, unter Umständen jedoch auch schaden. Daher sollten Versicherte die Entscheidung für oder gegen eine Untersuchung individuell gemeinsam mit dem Arzt oder der Ärztin treffen – und dabei die Vor- und Nachteile der jeweiligen Untersuchung gegeneinander abwägen.

Weiterführende Informationsangebote und Entscheidungshilfen finden sich beispielsweise auf:  www.gesundheitsinformation.de.


Erstellungsdatum: 15.03.2019
Letzte Aktualisierung: 06.09.2019

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