Welche Reiseimpfungen brauche ich?

Gut geschützt in den Urlaub starten

Standardimpfungen: Ist eine Auffrischung nötig?

Nahaufnahme eines Impfpasses
  • Checken Sie vor jeder Reise, ob der Schutz der Standardimpfungen, die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts (RKI) empfohlen werden, bei Ihnen noch auf dem aktuellen Stand ist. Zu diesem gehören zum Beispiel Impfungen gegen Tetanus, Keuchhusten und Diphtherie oder gegen Masern, Mumps und Röteln.
  • Die nötigen Informationen zu Ihrem aktuellen Impfstatus finden Sie in Ihrem Impfpass. Eine Auffrischung der Standardimpfungen ist in der Hausarztpraxis möglich.

Hilfe bei Fragen zu Impfungen

 

  • Sie möchten erfahren, welche Impfungen Sie für Ihr Urlaubsziel benötigen?
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Junge Frau mit Headset im Callcenter

Reiseimpfung: Wie läuft es mit der Kostenübernahme?

Impfungen, die Sie für einen Urlaub im Ausland benötigen, gehören nicht zu den gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen der Krankenkassen. Viele von ihnen übernehmen jedoch freiwillig die Kosten für ausgewählte Impfungen. Versicherte sollten bei ihrer Krankenkasse vorab nachfragen.

Arzt impft eine Frau

Reisemedizinische Beratung

  • Lassen Sie sich vor einer Reise beraten, welche Impfungen empfehlenswert sind. Anlaufstellen hierfür sind Ihre Hausarztpraxis, Ärzte und Ärztinnen mit Zusatzqualifikationen in Reisemedizin oder Tropenmedizin, Tropeninstitute und teilweise auch Gesundheitsämter.
  • Bei der Entscheidung spielen sowohl das Reiseziel als auch die Reisedauer, geplante Aktivitäten und die Reisezeit (Jahreszeit) eine Rolle.
  • Darüber hinaus müssen die gesundheitlichen Voraussetzungen der Reisenden berücksichtigt werden. Für Ältere, Säuglinge und Kinder, Schwangere und chronisch Kranke gelten in einigen Fällen andere Impfempfehlungen als für gesunde Erwachsene.

Vor der Reise: Genug Zeit für die Impfung einplanen!

Viele Impfungen entfalten ihren vollen Schutz erst nach mehreren Wochen. Für einige Immunisierungen braucht es zudem mehrere Injektionen, die im Abstand von einigen Wochen gegeben werden. Informieren Sie sich daher frühzeitig über die für Ihren Urlaub nötigen Impfungen und planen Sie die Arztbesuche mit ausreichend Vorlauf in Ihre Reisevorbereitungen mit ein.

Aber auch bei kurzfristigen Reisen, bei denen das reguläre Impfschema nicht mehr eingehalten werden kann, lohnt sich eine ärztliche Beratung. Für manche Impfungen gibt es schnellere Varianten. Außerdem baut sich der Impfschutz mit jeder Injektion weiter und längerfristiger auf. Daher kann auch eine begonnene Impfserie schon einen gewissen Schutz bieten. In den Herstellerinformationen und bei der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin finden Sie Hinweise, ab wann von einem wirksamen Impfschutz auszugehen ist.

Hygieneregeln beachten!

Nicht gegen alle Erkrankungen können sich Reisende durch eine Impfung schützen. In bestimmten Urlaubsorten ist es daher wichtig, auf spezielle Hygienemaßnahmen zu achten, um Infektionen zu vermeiden. Denn im Leitungswasser und in ungekochten Nahrungsmitteln können krankmachende Keime enthalten sein. Insbesondere in tropischen und subtropischen Ländern sollten Reisende daher folgende Sicherheitshinweise beachten:

  • Nutzen Sie Leitungswasser nicht zum Trinken oder Zähneputzen, zum Waschen von Obst und Gemüse, zum Zubereiten von Nahrung oder zum Abwaschen des Geschirrs. Verwenden Sie dafür Wasser sicheren Ursprungs, zum Beispiel originalverpacktes, in Flaschen abgefülltes Mineralwasser aus dem Supermarkt. Ist dieses nicht erhältlich, nutzen Sie im Notfall abgekochtes, gefiltertes oder desinfiziertes Wasser.
  • Verzichten Sie auf Eiswürfel in Getränken, da diese meist mit Leitungswasser hergestellt werden.
  • Bei Nahrungsmitteln wie Obst und Gemüse gilt: Kochen, schälen oder desinfizieren Sie diese. Verzehren Sie Fleisch nur gut durchgebraten.
  • Halten Sie Fliegen und andere Insekten von Ihrer Verpflegung fern. Die Tiere können Keime oder Parasiten auf der Nahrung hinterlassen.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich die Hände mit Seife – insbesondere nach jedem Toilettengang, vor dem Zubereiten der Nahrung und vor dem Essen. Nutzen Sie zum Abtrocknen der Hände am besten Einmalhandtücher.
  • Nutzen Sie gegebenenfalls Mittel zur Desinfektion der Hände – insbesondere in genannten Situationen, wenn ein gründliches Waschen mit Wasser und Seife nicht möglich ist.

Gute Reise!

Das sind die wichtigsten Impfungen und Vorbeugemaßnahmen

Impfpass liegt in einem geöffneten Koffer

Bitte beachten Sie:

Bei der Entscheidung über Reiseimpfungen spielen sowohl das Reiseziel als auch die Reisedauer, geplante Aktivitäten und die Reisezeit (Jahreszeit) eine Rolle, aber auch individuelle Wünsche. Für Kleinkinder, Kinder, chronisch Kranke und ältere Menschen können gegebenenfalls andere Empfehlungen gelten als für gesunde Erwachsene– zum Beispiel bezüglich der erforderlichen Dosis der Impfung oder der Wiederauffrischung. Genauere Informationen erhalten Sie von Ihrem behandelnden Arzt oder Ihrer Ärztin.

Wichtig zu wissen: Einige Länder verlangen für die Einreise den Nachweis über bestimmte Schutzimpfungen. Diesbezüglich sollten Sie sich vorab erkundigen.

Im Folgenden finden Sie Informationen zu typischen Erkrankungen, gegen die Impfungen bei Reisen mit entsprechenden Risiken möglich sind:

Hepatitis A

Ansteckung und Verlauf:

  • Über Schmierinfektionen oder Lebensmittel sowie Trinkwasser können Viren in den Körper gelangen und eine Leberentzündung auslösen.
  • Bis erste Symptome eintreten, kann es bis zu 6 Wochen dauern: Bauchschmerzen, Fieber, Erbrechen, Durchfall und Gelbsucht sind möglich. Die Infektion verläuft häufig aber auch ohne Symptome.
  • Bei Erwachsenen verläuft die Erkrankung in der Regel schwerer als bei Kindern.

Therapie:

  • Eine ursächliche Therapie gibt es nicht. Die Erkrankung heilt fast immer von allein aus; chronische Verlaufsformen kommen bei der Hepatitis A nicht vor.
  • Ein Verzicht auf Alkohol entlastet die Leber.

Impfung:

  • Die Impfung besteht aus 2 Injektionen. Durch die 2. Injektion nach mindestens 6 Monaten hält die Immunisierung viele Jahre an. Genaue Angaben zum Impfschema und zur Schutzdauer finden sich jeweils in der Fachinformation des verwendeten Impfstoffes. Wegen der langen Zeit zwischen Infektion und Krankheitsausbruch kann die Impfung gegebenenfalls auch kurzfristig vor einer Reise erfolgen.
  • Auch ein Kombinations-Impfstoff gegen Hepatitis A und B steht zur Verfügung.

Hepatitis B

Ansteckung und Verlauf:

  • Die Erreger der Lebererkrankung werden über Körperflüssigkeiten wie Blut oder Schleimhautsekrete weitergegeben. Die häufigste Übertragungsart ist ungeschützter Sex.
  • Erste Symptome zeigen sich Wochen bis Monate nach der Infektion. Zu ihnen können Fieber, Durchfall, Erbrechen, Erschöpfung und eine gelblich verfärbte Haut und Augen (Gelbsucht) gehören.
  • In den meisten Fällen heilt die Erkrankung nach der akuten Phase vollständig aus. 5 bis 10 von 100 Betroffenen entwickeln eine chronische Verlaufsform. In diesem Fall kann eine Leberzirrhose die Folge sein.

Therapie:

  • Bei der akuten Verlaufsform ist in der Regel keine medikamentöse Therapie nötig. Bei sehr schwerem Verlauf können Medikamente gegen Viren zum Einsatz kommen. Eine chronische Infektion wird dauerhaft mit Tabletten behandelt, die das Virus bekämpfen und Leberschäden vorbeugen sollen.

Impfung:

  • Für Erwachsene wird die Hepatitis B Impfung mit 3 Injektionen durchgeführt. Auch Kombinationsimpfstoffe stehen zur Verfügung. Die jeweiligen Impfschemata sind in der Fachinformation aufgeführt. Die Hepatitis-B-Impfung wird von der STIKO als Standardimpfung für alle Kinder empfohlen.
  • Eine Auffrischung ist in der Regel nicht nötig.

Eine einmal durchgemachte Erkrankung führt zu lebenslanger Immunität.

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Ansteckung und Verlauf:

  • Zecken können die Viren der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen.
  • Bei einer Ansteckung kommt es bei einem Teil der Infizierten zu grippeähnlichen Symptomen.
  • In seltenen Fällen kommt es zu Entzündungen der Hirnhäute, des Gehirns oder des Rückenmarks. Diese können bleibende neurologische Schäden verursachen.

Therapie:

  • Eine ursächliche Therapie ist nicht möglich. Die Therapie beschränkt sich daher auf die Behandlung der Symptome.

Impfung:

Die ersten beiden erhält man im Abstand von etwa 1 bis 3 Monaten, die dritte dann 5 bis 12 Monate nach der ersten Dosis. Eine Auffrischungsimpfung wird alle 3 bis 5 Jahre empfohlen. Bereits nach der zweiten Impfung hat ein Großteil der Geimpften einen vorübergehenden Impfschutz.

Cholera

Ansteckung und Verlauf:

  • Verunreinigtes Trinkwasser kann zu einer Infektion mit Cholerabakterien führen, die unter gewissen Umständen starken Durchfall und Erbrechen auslösen. Oft verläuft die Infektion aber auch ohne Symptome oder sehr mild.
  • Die Symptome treten Stunden bis wenige Tage nach der Ansteckung auf.
  • Durch den hohen Verlust an Flüssigkeit kann bei schweren Verläufen innerhalb weniger Stunden ein tödliches Kreislaufversagen ausgelöst werden.

Therapie:

  • Die Therapie besteht in erster Linie darin, den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust auszugleichen. Dies geschieht durch Infusionen oder die Gabe von Trinklösungen.
  • Bei schweren Verläufen muss gegebenenfalls mit Antibiotika behandelt werden.

Impfung:

  • Das Risiko, als europäischer Tourist oder Touristin an Cholera zu erkranken, ist in der Regel sehr gering. Die Impfung kommt vor allem unter besonderen Bedingungen zur Anwendung, zum Beispiel für Beschäftigte in der Flüchtlings- und Katastrophenhilfe. Sie besteht aus einer zweiteiligen Schluckimpfung, verabreicht im Abstand von 1 bis 6 Wochen.

Typhus

Ansteckung und Verlauf:

  • Typhus ist eine Infektionskrankheit, die mit hohem Fieber, schweren Allgemeinsymptomen wie Kopf- und Gliederschmerzen, Benommenheit und im späterem Verlauf häufig mit Durchfällen einhergeht.
  • Typhus-Bakterien werden hauptsächlich durch Nahrungsmittel oder Trinkwasser übertragen.
  • Erste Anzeichen zeigen sich in der Regel 1 bis 3 Wochen nach der Ansteckung.
  • Mögliche Komplikationen sind zum Beispiel eine Perforation des Darms (Darmdurchbruch) oder auch eine Entzündung der Hirnhaut, des Herzens oder der Knochen.

Therapie:

  • Die Behandlung besteht aus einer frühzeitigen Gabe von Antibiotika.

Impfung:

  • Die Impfung besteht aus einer einmaligen Injektion (Totimpfstoff) oder einer
    3-fachen Schluckimpfung (Lebendimpfstoff).
  • Die Impfung verleiht circa 60 von 100 Geimpften Schutz. Bei geimpften Personen, die die Erkrankung dennoch bekommen, verläuft sie oft milder.
  • Wiederimpfungen werden je nach verwendetem Impfstoff, Infektionsrisiko und individueller Situation nach 1 bis 3 Jahren empfohlen.

Gelbfieber

Ansteckung und Verlauf:

  • Eine Stechmückenart überträgt die Viren, die nach 3 bis 6 Tagen einen schweren Fieberschub auslösen können. Hinzu können Symptome wie Übelkeit und Schmerzen kommen. Dem ersten kann ein zweiter Schub mit hohem Fieber und Blutungen im Magen-Darm-Trakt oder in anderen Organen folgen. Dieser kann unter anderem die Leber stark schädigen und zu einem tödlichen Organversagen führen.
  • Der Verlauf der Erkrankung ist sehr unterschiedlich, häufig verläuft die Infektion auch unbemerkt oder sehr mild.

Therapie:

  • Eine ursächliche Therapie ist nicht möglich. Die Therapie beschränkt sich daher auf die Behandlung der Symptome.

Impfung:

  • Die Impfung besteht aus einer Injektion, der Impfschutz tritt circa 10 Tage später ein.
  • Die Impfung muss in staatlich zugelassenen Gelbfieberimpfstellen erfolgen.
  • Der Impfschutz besteht lebenslang. Einige Länder verlangen bei der Einreise jedoch eine Auffrischung alle 10 Jahre.

Japanische Enzephalitis

Ansteckung und Verlauf:

  • Die Viren werden durch Mücken übertragen und können eine Infektion des Gehirns auslösen.
  • Die Infektion mit dem Virus verläuft in vielen Fällen ohne Symptome. Es kann jedoch zu einer Enzephalitis mit Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen kommen. Bei Kindern treten häufig Magen- und Darmbeschwerden auf.
  • Später können Krämpfe, Lähmungen, Bewusstseinsstörungen folgen. Auch neurologische Folgeschäden sind möglich.

Therapie:

  • Eine ursächliche Behandlung ist nicht möglich. Die Therapie beschränkt sich auf die Behandlung der Symptome.

Impfung:

Eine Impfung besteht aus 2 Injektionen, die im Abstand von einem Monat verabreicht werden.

  • Bei fortbestehender Exposition wird eine Auffrischung nach 1 bis 2 Jahren empfohlen

Tollwut

Ansteckung und Verlauf:

  • Die Viren verursachen eine Entzündung des Gehirns.
  • Übertragen wird Tollwut durch den Speichel infizierter Tiere. Durch Bisse, Kratzer oder das Ablecken von Wunden gelangen die Viren in den menschlichen Körper.
  • Tollwut hat in der Regel eine Inkubationszeit von 3 bis 8 Wochen. Es können jedoch in Einzelfällen auch Jahre vergehen, bevor die Erkrankung ausbricht.
  • Erste Anzeichen einer Infektion sind lokale Symptome an der Eintrittsstelle und grippeartige Symptome wie Kopfschmerzen, Fieber und ein generelles Unwohlsein. Später folgen Unruhe, psychische Veränderungen und Muskelkrämpfe, zum Beispiel der Rachen-, Kehlkopf- und Atemmuskulatur mit Speichelfluss und Atemnot. Bei anderen Verlaufsformen stehen vor allem Lähmungen im Vordergrund.
  • Ist die Virusinfektion erst einmal ausgebrochen, verläuft sie fast ausnahmslos tödlich. Der Tod tritt in der Regel innerhalb weniger Tage im Koma ein.

Therapie:

  • Eine ursächliche Therapie gibt es bisher nicht.
  • Steckt sich eine Person ohne Impfschutz mit dem Virus an, so kann eine unverzügliche mehrteilige Impfung einen Ausbruch der Krankheit verhindern. Sie muss nach Möglichkeit sofort nach der Ansteckung erfolgen.

Impfung:

  • Die reguläre Impfung besteht aus 3 Injektionen, die im Abstand von mehreren Wochen verabreicht werden. Die WHO empfiehlt alternativ ein Schnell-Impfschema aus 2 Impfdosen im Abstand von 1 Woche.

Sonderfall Malaria

Ansteckung und Verlauf:

Malaria, auch Sumpffieber oder Wechselfieber genannt, wird durch einzellige Erreger verursacht, die von Mücken übertragen werden.

Es gibt 3 unterschiedliche Formen:

  • Malaria tertiana hat eine milde Verlaufsform. Erste Symptome treten zwischen 12 und 18 Tagen nach der Infektion auf, dazu gehören Schüttelfrost, Fieber, Übelkeit, Erbrechen und Mattigkeit.
  • Auch bei der Malaria quartana kommt es meist zu einem milden Verlauf, der 3 bis 6 Wochen nach Ansteckung einsetzt. Zusätzlich können die Nieren betroffen sein.
  • Bei der Malaria tropica sind schwere Krankheitsverläufe möglich, die unbehandelt bis zum Tod führen können. Die Inkubationszeit liegt zwischen 7 und 14 Tagen.

Längere Inkubationszeiten sind bei allen Formen möglich.

Therapie:

  • Je nach Art und Schwere der Erkrankung kommen verschiedene Medikamente zum Einsatz.

Impfung/Vorbeugemaßnahmen:

  • Eine Impfung gegen Malaria gibt es derzeit noch nicht. Verschiedene Maßnahmen können das Risiko einer Infektion jedoch verringern.
  • Schutz vor Mückenstichen: Insektenabwehrende Sprays, körperbedeckende Kleidung und Moskitonetze in den Schlafräumen helfen, die Mücken auf Abstand zu halten. Die konsequente Vermeidung von Insektenstichen senkt das Risiko von Malaria und anderen durch Mücken übertragenen Krankheiten erheblich und ist immer ein wichtiger Teil der Vorsorge. In Regionen mit einem geringen Malariarisiko reichen diese Maßnahmen meist aus.
  • Medikamentöse Vorsorge (Chemoprophylaxe): Bei Reisen in Malariagebiete mit hohem Übertragungsrisiko können Medikamente vorbeugend eingenommen werden. Dies reduziert das Erkrankungsrisiko wesentlich, garantiert jedoch keine hundertprozentige Sicherheit. Der empfohlene Wirkstoff beziehungsweise die empfohlene Wirkstoffkombination hängt unter anderem von den im Urlaubsort verbreiteten Erregerstämmen sowie von der individuellen Verträglichkeit ab.
  • Reisende können außerdem Medikamente zur notfallmäßigen Malaria-Selbsttherapie verschrieben bekommen. Dies kann für Reisen in Gebiete mit geringem Malariarisiko sinnvoll sein, in denen nicht innerhalb von 48 Stunden ärztliche Hilfe gesucht werden kann. Grundsätzlich sollten Reisende bei Fieber jedoch ohne Verzögerung einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen – die Selbstbehandlung ist für Ausnahmen gedacht.

Was ist ihr Reiseziel?

Junges Paar mit einem Globus

Die Impfempfehlungen für ein Land können je nach besuchter Region, Art der Reise und/oder ausgewählter Reisezeit variieren.

Eine Orientierung bieten die Länderinformationen des Auswärtigen Amtes, die neben medizinischen Informationen auch viele weitere Sicherheitshinweise für Ihre Reise enthalten. Die Länderinformationen des Auswärtigen Amtes finden Sie unter folgendem Link:

http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/Uebersicht_Navi.html.

Für alle Reisen gelten zusätzlich die Empfehlungen für Standardimpfungen gemäß dem aktuellen Impfkalender des Robert Koch-Instituts (RKI) unter www.rki.de.

Genaue Informationen darüber, welche Impfungen bei einer Reise an Ihr Urlaubsziel empfohlen werden, erhalten Sie bei einer persönlichen Beratung. Ärzte und Ärztinnen können sich durch die Fortbildung „Reisemedizinische Gesundheitsberatung“ für die reisemedizinische Beratung qualifizieren oder sich durch eine Zusatz-Weiterbildung „Tropenmedizin“ in dem Gebiet spezialisieren. Ärzte und Ärztinnen mit dieser Zusatzbezeichnung finden Sie zum Beispiel über die Weiße Liste, einem werbefreien Wegweiser zur Orientierung im Gesundheitswesen unter Schirmherrschaft der Patientenbeauftragten der Bundesregierung (https://www.weisse-liste.de). Dort können Sie in der Arztsuche unter Fachgebiet/Zusatzbezeichnung „Tropenmedizin“ Ihre Postleitzahl und den gewünschten Umkreis (in km) eingeben. Weitere reisemedizinisch fortgebildete Ärzte und Arztinnen finden Sie zum Beispiel über die Arztsuche der Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V. (http://www.dtg.org). Auch große Kliniken oder Universitätskliniken bieten häufig reisemedizinische Sprechstunden an.


Erstellungsdatum: 01.05.2017
Letzte Aktualisierung: 28.10.2019

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