Achillessehnenriss

Krankheitsbild Achillessehnenriss

Was ist ein Achillessehnenriss?
Ein Achillessehnenriss ist die vollständige oder teilweise Durchtrennung (Ruptur) der Achillessehne, welche eine der am meisten beanspruchten Sehnen des Körpers ist und das Fersenbein mit der Wadenmuskulatur verbindet.

Entstehung
Ein Achillessehnenriss entsteht im Allgemeinen an einer verschleißbedingt geschwächten Sehne durch plötzliche, indirekte Gewalteinwirkung wie beim Sprung, beim Start zum Sprint (zum Beispiel beim Tennis oder Squash), oder plötzlichen Richtungswechsel beim Sport (zum Beispiel beim Skifahren) auftritt. Manche Vorerkrankungen wie zum Beispiel die häufig altersbedingte Schwächung des Bindegewebes, aber auch Stoffwechselstörungen wie die Zuckerkrankheit  (Diabetes mellitus) oder bestimmte Medikamente (Cortison, bestimmte Antibiotika) erhöhen die Verletzungswahrscheinlichkeit der Achillessehne.

Anzeichen für einen Achillessehnenriss
Typisch bei einem Achillessehnenriss ist ein hörbarer Knall ähnlich einem  Peitschenhieb. Neben plötzlich auftretenden, starken Schmerzen ist es häufig nicht möglich, auf dem betroffenen Bein in den Zehenstand zu gehen. Ist die Sehne vollständig gerissen, ist im Fersenbereich eine Delle tastbar, die beim unvollständigen Riss fehlt. Durch die Verletzung von Blutgefäßen kann es außerdem zu einer Schwellung und einem Bluterguss (Hämatom) kommen.

Diagnostik Achillessehnenriss

Beim sogenannten „Thompson-Test“ drückt der Arzt die Wadenmuskulatur von beiden Seiten mit den Händen. Der Patient liegt dabei auf dem Bauch. Bei intakter Achillessehne kommt es zu einer Beugung des Fußes in Richtung Fußsohle wie beim Zehenspitzengang (Plantarflexion). Bleibt dieser Reflex aus, besteht der dringende Verdacht auf eine Achillessehnenruptur.

Anschließend erfolgt eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie). Sie gibt Aufschluss über das Ausmaß der Verletzung, ob ein vollständiger Riss oder ein Teilriss vorliegt. Eine Röntgenaufnahme ist sinnvoll, um eine Beschädigung der Knochen auszuschließen. Immer häufiger kommt die Kernspintomografie (MRT) zum Einsatz. Dies ist ein bildgebendes Verfahren, welches keine Röntgenstrahlen einsetzt, sondern ein starkes Magnetfeld und Radiowellen. Damit lässt sich die Diagnose sicherstellen sowie das Ausmaß des Risses erkennen. Auch ältere Rupturen ohne frische Einblutung können hervorragend dargestellt werden.

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