Aktinische Keratose

Krankheitsbild Aktinische Keratose

Was ist eine aktinische Keratose?
Eine aktinische Keratose ist eine Hautveränderung, die vorwiegend in den Hautbezirken entsteht, die der Sonne und der damit einhergehenden UV-Strahlung ausgesetzt sind. Sie ist eine frühe Form von Hautkrebs und wird auch als Vorform von Hautkrebs bezeichnet (Präkanzerose).

Entstehung
Die Hauptursache für aktinische Keratosen ist eine dauerhafte und intensive UV-Belastung der Haut. Normalerweise repariert ein gut abgestimmtes Reparatursystem die Oberhaut (Epidermis) bei Schädigung der Zellen durch UV-Strahlung. Bei einer dauerhaften Einstrahlung wird jedoch deren Erbgut (DNA) verändert. Als Folge können schadhafte Hautzellen entstehen, die sich ungehindert teilen und vermehren können. Die strahlenbedingte Veränderung tritt anfangs nur in der obersten Zellschicht der Haut auf. Wird diese im Anfangsstadium (Carcinoma in situ, CIS) nicht erkannt, kann sich die aktinische Keratose auf das darunterliegende Gewebe ausbreiten. In etwa einem von zehn Fällen kann sich – ohne Behandlung – aus den jahrelang bestehenden veränderten Zellen eine verdrängend wachsende (invasive) Krebsform bilden (Plattenepithelkarzinom). In drei von zehn Fällen kann sich bei bereits zuvor immungeschwächten Betroffenen aus einer aktinischen Keratose Hautkrebs entwickeln.

Betroffen sind vor allem Stellen im Gesicht und der Kopfhaut, die der direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt sind. Besonders gefährdet sind die Stirn, die Ohrmuscheln, der Nasenrücken und die Lippen. Auch auf den Handrücken entstehen häufig aktinische Keratosen. Menschen, die sich oft und viel ungeschützt in der Sonne aufhalten (chronische Sonnenexposition) oder regelmäßig das Solarium besuchen, haben demnach ein erhöhtes Risiko für aktinische Keratose. Ein heller Hauttyp vergrößert das ohnehin durch UV-Strahlung bestehende Risiko. Häufige und/oder schwere Sonnenbrände in der Kindheit können später zu einer aktinischen Keratose führen. Auch Röntgenstrahlen können das Risiko erhöhen. Wiederholtes Einatmen chemischer Stoffe, wie zum Beispiel Teer oder Arsen, können ebenfalls ein erhöhtes Risiko bedingen. Die Erkrankungshäufigkeit steigt mit zunehmendem Lebensalter an. Männer sind häufiger betroffen als Frauen.

Krankheitszeichen
Die typischen Zeichen für eine aktinische Keratose sind einzelne oder mehrere zunächst linsengroße rötliche Stellen mit leichter weißlicher Schuppung. Mit der Zeit nimmt die Schuppung zu und bildet rotbräunliche, stark verhornende (hyperkeratotische) Knötchen (Papeln). Die Haut fühlt sich rau und hart an. Die Keratosen können wenige Millimeter bis Zentimeter groß sein. Häufig ist eine ganze Hautregion von der aktinischen Keratose betroffen (Feldkanzerisierung).  Beschwerden wie Juckreiz, Brennen oder Schmerzen fehlen in der Regel. Dies führt häufig dazu, dass die Betroffenen erst sehr spät einen Hautarzt aufsuchen.

Eine Sonderform ist die strahlenbedingte Entzündung der Unterlippe (aktinische Cheilitis). Durch lang anhaltende Sonneneinstrahlung kommt es zu einem Schwund der roten Lippenfarbe und einer Verhornung der Zellen, aus der im Verlauf ebenfalls ein Karzinom entstehen kann.

Diagnostik Aktinische Keratose

Der Hautarzt kann eine aktinische Keratose aufgrund des Hautbefundes meist sofort erkennen. Zur Sicherung der Diagnose kann er eine Gewebeprobe entnehmen und feingeweblich unter dem Mikroskop untersuchen.

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