Außenbandriss am Fußgelenk

Krankheitsbild Außenbandriss am Fußgelenk

Was ist ein Außenbandriss am Fußgelenk?
Ein Außenbandriss am Fußgelenk ist das Durchreißen eines, zweier oder aller drei Außenbänder am Fuß, welche die Spitze des Außenknöchels mit dem Fersenbein und dem Sprungbein verbinden.

Entstehung
Eine Verletzung der Außenbänder entsteht meist durch ein Umknicken des Fußes. Mediziner bezeichnen den Unfallhergang als „Sprunggelenk-Distorsion“. Dabei können die Bänder nur „gezerrt“ werden (Überdehnung). Es können einzelne oder alle drei Bänder anreißen (Teilriss) oder auch ganz durchreißen (Bänderriss/Ruptur).

Der Außenbandriss am Sprunggelenk zählt zu den häufigsten Sportverletzungen. Vor allem bei Sportarten wie Fußballspielen, Tennis oder Inline-Skaten kommt es häufig zu Verletzungen der Außenbänder. Außerdem birgt das Tragen von Schuhen mit hohem Absatz die Gefahr, mit dem Fuß umzuknicken. Am häufigsten reißen die Außenbänder bei jungen Erwachsenen. Ältere Menschen erleiden eher einen Bruch des Außenknöchels, während bei Kindern Verletzungen der Wachstumsfuge auftreten.

Anzeichen
In der Regel erkennt man beim Bänderriss eine deutliche Schwellung im äußeren Bereich des Beines zwischen Unterschenkel und Fuß (Außenknöchel), die von einem inneren Bluterguss verursacht wird. Es besteht ein starker Druck- und Bewegungsschmerz über den verletzten Bändern. Das Auftreten und Belasten des Fußes ist schmerzhaft und nur teilweise möglich. Ein frischer Bänderriss am Außenknöchel hat aufgrund der Bewegungseinschränkung große Auswirkungen auf die Mobilität im Alltag des Betroffenen. Auf Tätigkeiten wie Auto- oder Fahrradfahren muss verzichtet werden. Auch Treppensteigen und langes Stehen sind nur bedingt möglich. Grundsätzlich gilt es, Geduld zu haben und das Fußgelenk zu schonen, um nach erfolgreicher Therapie möglichst die gleiche Beweglichkeit wie vor der Verletzung zu erreichen.

Diagnostik Außenbandriss am Fußgelenk

Der Betroffene kann nicht selbst erkennen, ob es sich um eine Überdehnung oder einen Riss des Außenbandes handelt. Das kann nur der Arzt abklären. Er stellt Fragen zum Unfallhergang, untersucht den Fuß und fertigt eine Röntgenaufnahme an, um die Verletzung eines Knochens ausschließen zu können. Außerdem wird die Stabilität des Gelenkes überprüft. Bei länger anhaltenden Beschwerden und nicht eindeutiger Diagnose kann in Einzelfällen eine Kernspintomografie (Magnetresonanztomografie – MRT) angefertigt werden. Die Kernspintomografie ist ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung des menschlichen Körpers. Sie setzt keine Röntgenstrahlen ein, sondern ein starkes Magnetfeld.

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