Dellwarzen

Krankheitsbild Dellwarzen

Was sind Dellwarzen?
Dellwarzen sind weltweit verbreitete Infektionen der Haut, die durch eine bestimmte Gruppe von Pockenviren ausgelöst werden.

Entstehung
Dellwarzen entstehen häufig bei Kindern und Jugendlichen oder bei Patienten mit bleibenden (chronischen) Hautkrankheiten wie beispielsweise der Neurodermitis (atopisches Ekzem). Auch bei abwehrgeschwächten Menschen mit einem gestörten Immunsystem (Immundefekt) − beispielsweise aufgrund einer Tumorerkrankung oder einer HI-Virus-Infektion − kommen Dellwarzen häufiger vor. Bei diesen Patienten können sich Hunderte von Dellwarzen über den ganzen Körper ausbreiten. Diese schwere Verlaufsform bezeichnet man als Eczema molluscatum.

Die hoch ansteckenden, warzenbildenden Viren werden durch Körperkontakt (Schmierinfektion) übertragen. Im Kindergarten oder in der Schule kann es zu ganzen Gruppenepidemien kommen, bei denen sich viele Kinder anstecken. Insbesondere bei Schwimmbadbesuchen im warmen Becken kommt es zu Ansteckungen. Bei Erwachsenen erfolgt eine Ansteckung häufig über Sexualkontakt oder über Einrisse in der Haut, die meist durch Kratzen wegen des starken Juckreizes verursacht werden.

Die Zeit von der Ansteckung bis zur Entstehung der Warze (Inkubationszeit) beträgt normalerweise zwei bis acht Wochen. Sie kann jedoch bis zu sechs Monate andauern. Zu Beginn der Entstehung haben Dellwarzen die Form kleiner Stecknadelköpfe. Bei weiterer Entwicklung bilden sich hautfarbene, durch-scheinende, weiße oder gelbliche Knötchen. Sie haben einen Durchmesser von zwei bis fünf Millimetern. In der Mitte ist eine charakteristische Delle (Hornpfropf), in der sich das sogenannte Molluscum-Körperchen befindet: eine teigige bis krümelige Masse, die Viren enthält. Dellwarzen wachsen einzeln oder in Gruppen.

Wenn sie aufgekratzt werden oder platzen bilden sie meist Tochterwarzen. Die Dellwarzen treten vor allem an den Beinen, aber auch im Gesicht (Lider), an Hals, Achseln, seitlichem Brustkorb und den Genitalien auf. Sie können überall am Körper, außer an den Handflächen und den Fußsohlen auftreten. Nach drei bis vier Monaten heilt die Erkrankung meist spontan aus. Die Hautveränderungen können jedoch drei bis fünf Jahre bestehen bleiben.

Beschwerden
Häufig machen Dellwarzen wenig oder gar keine Beschwerden. Ein unangenehmer und störender Juckreiz kann auftreten. Gelegentlich kommt es zu Schmerzen bei Berührung oder Druck.

Diagnostik Dellwarzen

Die Diagnose wird in erster Linie durch das typische Erscheinungsbild der Dellwarze gestellt, die sich als perlartige, derbe, zentral eingedellte Hauterhebung darstellt. Sie kann durch einen Nachweis mit einem sauren Farbstoff (Eosin) gesichert werden, der die Molluscum-Körperchen rotorange bis rosa färbt. Wurde die Dellwarze ganz entfernt oder eine Probe entnommen (Biopsie), kann man dieses Gewebe anschließend feingeweblich unter dem Mikroskop betrachten, um sie als Dellwarze eindeutig zu identifizieren. So können auch mögliche bösartige Veränderungen (Hautkrebs) sowie andere Warzenformen abgegrenzt werden.

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