Nasengerüstfraktur

Krankheitsbild Nasengerüstfraktur

Was ist eine Nasengerüstfraktur?
Bei einer Nasengerüstfraktur handelt es sich um einen Bruch des knorpeligen und/oder knöchernen Nasengerüstes oder des Nasenbeins. Meist entsteht sie durch stumpfe Gewalteinwirkung (Schlag, Sturz) von vorne oder von der Seite.

Entstehung
Das Nasengerüst besteht aus Knochen und Knorpel. Knochenbrüche (Frakturen) des Nasengerüsts beziehungsweise Nasenbeins zählen zu den häufigsten Frakturen im Gesichtsbereich.

Es werden geschlossene von offenen Frakturen unterschieden. Bei den offenen Brüchen liegt der Knochen infolge von begleitenden Haut- und Weichteilverletzungen frei. Zusätzlich können in der Nase die Scheidewand, die die Nase in die beiden Nasenhöhlen teilt, und die Nasenmuscheln, knöcherne Strukturen, die mit Schleimhaut überzogen sind, mit verletzt sein.

Eine Nasengerüstfraktur ist eine typische Verletzung bei Kampf- und anderen Sportarten mit Körperkontakt (wie Fußball oder Handball). Durch einen Schlag oder einen Stoß auf die Nase kann das Nasenskelett brechen. Auch Stürze, tätliche Auseinandersetzungen mit Schlägereien oder Verkehrsunfälle können einen Nasenbeinbruch nach sich ziehen.

Krankheitszeichen
Das auffallendste Krankheitszeichen einer Nasengerüstfraktur ist die Formveränderung der Nase: Es kann ein Schiefstand der Nase oder ein Einsinken des Nasenrückens vorliegen. Häufig sind durch verschobene Knochenanteile auch deutliche Stufen sichtbar. Zusätzlich kommt es in der Regel zu einer Schwellung und zu starken Schmerzen. Auch das Naseninnere kann zuschwellen und eine Nasenatmung erschweren. Dann kann auch der Geruchssinn in Mitleidenschaft gezogen sein. Die gesamte Nase kann nach einer Nasengerüstfraktur über die normalen Maße stark beweglich sein. Meist tritt bei einem Nasenbeinbruch Nasenbluten auf. Je nach Art der Verletzung finden sich auch Blutergüsse, häufig brillen- oder monokelförmig (Brillen-/Monokelhämatom), sowie begleitende Platz- und Schürfwunden im Gesicht. Bei einem offenen Bruch liegen größere Weichteilverletzungen vor.

Diagnostik Nasengerüstfraktur

Für die Diagnose befragt der Arzt den Patienten zunächst zu der Ursache der Verletzung und den Beschwerden (Anamnese). Im nächsten Schritt tastet er vorsichtig die Nase und den Gesichtsschädel ab. Im Fall eines Bruches kann der Arzt das Reiben von knöchernen Bruchstücken ertasten. Röntgenaufnahmen der Nase und der Nebenhöhlen ergänzen die klinischen Untersuchungsergebnisse und sichern die Diagnose. Bei einer Röntgenuntersuchung wird der Körper mit Röntgenstrahlen bestrahlt, die von verschieden dichten Geweben unterschiedlich stark aufgenommen werden. So entsteht durch Verschattung und Aufhellung eine Abbildung des Körperinneren. Außerdem kann eine Spiegelung (Endoskopie) der Nase und des Nasen-Rachen-Raums mit einem sogenannten Endoskop notwendig sein, um Blutungen und Verletzungen des Septums feststellen beziehungsweise ausschließen zu können. Ein Endoskop ist ein spezielles starres oder flexibles Instrument. Es besteht aus einem optischen System mit Objektiv und Okular und einer Lichtquelle. Unter Sicht schiebt der Arzt das Endoskop bis in den Nasen-Rachen-Raum vor.

Die weitere Diagnostik hängt vom Befund ab und dient in erster Linie dem Ausschluss von Komplikationen und Begleitverletzungen. Dazu gehören zum Beispiel eine Röntgenaufnahme des Schädels oder Schichtbildaufnahmen des Kopfes (Computertomografie, CT). Zu diesem Zweck umkreist eine Röntgenröhre den Patienten und sendet gleichzeitig ein dünnes Röntgenstrahlbündel aus, um den zu untersuchenden Bereich aus mehreren Richtungen zu röntgen.

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