Speicheldrüsentumoren

Krankheitsbild Speicheldrüsentumoren

Was sind Speicheldrüsentumoren?
Tumoren der Speicheldrüsen betreffen die Drüsen, deren Ausführungsgänge in die Mundhöhle münden und für die Bildung des Speichels verantwortlich sind. Die Absonderung des Speichels durch die Drüsen leitet den Verdauungsprozess ein und unterstützt das Schlucken.

Entstehung
Speicheldrüsengeschwülste (Tumoren) betreffen in acht von zehn Fällen die Ohrspeicheldrüse, können aber an allen Speicheldrüsen auftreten. Es gibt eine Vielzahl von Formen, die von den verschiedensten Gewebetypen ausgehen. In etwa drei Vierteln der Fälle sind die Tumoren gutartig (benigne), wobei ein Übergang in eine bösartige Krebserkrankung möglich ist. Der häufigste gutartige Tumor ist das sogenannte pleomorphe Adenom. Wegen der sehr unterschiedlichen Zelltypen, aus denen er sich zusammensetzt, wird er auch Parotis-Mischtumor genannt. Er tritt bevorzugt im mittleren Lebensalter auf und betrifft Frauen etwas häufiger als Männer. Am zweithäufigsten gutartigen Tumor, dem Zystadenolymphom (Warthin-Tumor), erkranken hingegen bevorzugt Männer im höheren Lebensalter. Bösartige Tumoren der Speicheldrüsen sind relativ selten. Sie wachsen rasch, dringen in umliegendes Gewebe ein und bilden frühzeitig Tochtergeschwülste (Metastasen).

Krankheitszeichen
Gutartige Tumoren machen sich oft zuerst durch eine nicht schmerzhafte Schwellung bemerkbar, die sich von außen tasten lässt. Wird der Ausführgang der Drüse durch die Geschwulst eingeengt, kann auch eine Speicheldrüsenentzündung der erste Hinweis auf einen Tumor sein. Ein bösartiger Tumor macht sich bei vielen Betroffenen durch „schiefes“ Lächeln oder undeutliche Sprache bemerkbar. Das kann auf eine Nervenschädigung durch den Tumor hindeuten.

Diagnostik Speicheldrüsentumoren

Wenn der Tastbefund und/oder die Beschwerden einen Tumorverdacht ergeben, kann mittels Ultraschall (Sonografie), Magnetresonanztomografie (MRT) oder Computertomografie (CT) die Lage des Tumors, Größe und Ausbreitung festgestellt werden.
Eine Biopsie (die Entnahme einer Gewebeprobe) ist nicht immer erforderlich, da die operative Entfernung des Tumors ohnehin zum Therapiebeginn erfolgt.

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