Kernspintomografie

Was ist eine Kernspintomografie?

Die Kernspintomografie, auch als Magnetresonanztomografie (MRT) bezeichnet, ist eine diagnostische Technik zur bildlichen Darstellung von Strukturen im Innern des menschlichen Körpers. Man kann mit ihr sogenannte Schnittbilder unterschiedlicher Ebenen und auch dreidimensionale Abbildungen anfertigen und auf Veränderungen hin beurteilen. Das Prinzip der MRT beruht auf der Verwendung von Magnetfeldern und Hochfrequenz-Impulsen von Radiowellen. Mithilfe starker Magneten, Hochfrequenzsender, Empfangsantennen und eines Computers erzeugt der Kernspintomograf Schnittbilder von verschiedenen Regionen des Körpers. Bestandteile der Wasserstoffatome im Körper drehen sich normalerweise in verschiedene Richtungen; doch durch die Einwirkung des starken Magneten werden sie in die gleiche Richtung ausgerichtet. Schaltet man die Magnetwellen wieder aus, springen die Wasserstoffatome wieder in ihre ursprüngliche Position zurück. Dabei senden sie Energiesignale aus, die durch hochempfindliche Antennen (sogenannte Scanner) des MRT-Gerätes aufgefangen und gemessen werden. Die Signale werden verstärkt und einem Hochleistungscomputer übermittelt, der sie zu Bildern verarbeitet. Da der menschliche Körper zum größten Teil aus Wasser besteht, eignen sich die Wasserstoffatome besonders gut zur Messung. Wasserstoffatomarmes Gewebe (zum Beispiel Knochengewebe) wird nicht so deutlich dargestellt und erscheint dunkel, während sich solches Gewebe, das reich an Wasserstoff ist (zum Beispiel Fettgewebe), hell zeigt. Allerdings können sich diese Hell-dunkel-Darstellungen durch unterschiedliche Messmethoden ändern, die mit T1 (wie beschrieben) und T2 bezeichnet werden.

Mögliche Alternativen
Eine Alternative ist die Computerchromatografie (CT). Der wichtigste Unterschied zwischen der MRT und der CT besteht darin, dass bei einer MRT der Patient keiner Röntgenstrahlung ausgesetzt wird. Die Genauigkeit der Bilder, die MRT und CT liefern, ist abhängig von den untersuchten Geweben. Der Vorteil der MRT liegt in der differenzierten Darstellung von Weichteilgewebe mit einer sehr hohen Auflösung. Die Computertomografie eignet sich wegen der Röntgenstrahlentechnik besonders für die Darstellung von festem Gewebe, etwa von Knochengewebe. Für spezielle Fragestellungen gibt es verschiedene CT- und MRT-Arten.

Wann wird das Kernspintomogramm angewandt?

Das Kernspintomogramm liefert eine sehr genaue und differenzierte Darstellung sämtlicher Körpergewebe und Organe, vor allem nicht-knöcherner Strukturen. Dadurch kann man Veränderungen insbesondere der Weichteilgewebe im Körper erkennen, zum Beispiel Tumoren oder einen Bandscheibenvorfall.

Wie wird die Untersuchung durchgeführt?
Eine MRT-Untersuchung kann bereits ambulant, das heißt in einer entsprechend ausgestatteten ärztlichen Praxis durchgeführt werden.

Vor der Untersuchung
Da man während der Untersuchung einem starken Magnetfeld ausgesetzt ist, muss man alle magnetisierbaren Gegenstände (die im Allgemeinen Eisen enthalten) ablegen. Genauso wichtig ist es, vor der Untersuchung mitzuteilen, ob man Metalle wie zum Beispiel ein künstliches Hüftgelenk, Schrauben in den Knochen, chirurgische Clips, elektrische Geräte wie Hörapparate oder einen Herzschrittmacher im Körper hat. Neuere Implantate enthalten Metalle ohne Eisenbestandteile und sind damit antimagnetisch. Daher sind sie nur insofern problematisch, dass es durch die Hochfequenzimpulse zur Erwärmung von Metallimplantaten kommen kann. Seit der Entwicklung spezieller Herzschrittmacher und implantierbarer Defibrillatoren und der dazugehörigen Elektroden können Personen, die solche tragen, mit dem MRT untersucht werden. Patienten, die andere noch übliche beziehungsweise ältere Geräte implantiert haben, dürfen mit dem MRT nicht untersucht werden, da es zu Fehlfunktionen kommen kann, auch wenn diese kein magnetisierbares Metall enthalten.

Während der Untersuchung muss der Patient absolut ruhig liegen, damit die Aufnahmen nicht gestört werden. Bei Personen, die die Enge des Untersuchungsgerätes nicht ertragen, unruhig sind oder bei kleinen beziehungsweise sehr unruhigen Kindern kann es deshalb nötig sein, ein leichtes Beruhigungs- oder Schlafmittel zu verabreichen. Das Gerät erzeugt während der Untersuchung sehr laute Klopfgeräusche. Deshalb bekommen die Patienten in der Regel einen Ohrenschutz oder auch Kopfhörer über die Musik eingespielt wird. Bei manchen Fragestellungen beziehungsweise speziellen Untersuchungen werden besondere Kontrastmittel gespritzt, die allerdings kein Jod enthalten, wie das Röntgenkontrastmittel tun. Deshalb können sie bei Vorliegen einer Allergie gegen jodhaltige Kontrastmittel gegeben werden. Sehr selten können diese allerdings eine dann anders geartete, allergische Reaktion auslösen. Die Untersuchung ist völlig schmerzfrei.

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