Psychotherapie

Was ist eine Psychotherapie?

Eine Psychotherapie dient der Linderung oder Beseitigung von seelischen oder körperlich-seelischen Erkrankungen durch den gezielten Einsatz von psychologischen Therapien. Sie ist ein geplanter Prozess zwischen Patient und Behandler (Psychotherapeut), um seelisches Leid zu lindern, Konflikte zu bewältigen oder Verhaltensstörungen zu beeinflussen. Das Ziel ist eine seelische und körperliche Stabilisierung. Die selbstständige Lebensführung des Patienten steht im Vordergrund. Umfeld und Angehörige sollten in den Behandlungsprozess eingebunden werden.

Moderne Verfahren der Psychotherapie gehen heute gezielt auf konkrete Beschwerdebilder ein, weshalb es eine sehr große Vielfalt an psychotherapeutischen Methoden gibt. Eine Psychotherapie kann in Form von Einzel-, Paar- oder Familientherapie sowie als Gruppentherapie stattfinden. Sie kann ambulant, teilstationär oder stationär in der Klinik erfolgen.

Indikation/Einsatzgebiete

Die Gründe für eine Psychotherapie können vielfältig sein; folgende Erkrankungen können beispielsweise behandelt werden:

  • Depressionen/manisch-depressive Erkrankungen
  • Demenzerkrankungen
  • Angst-/Persönlichkeits-/Zwangsstörungen
  • Schizophrenie
  • Psychosen
  • Posttraumatische Belastungsstörungen
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Ess-Störungen
  • Kontakt-/Beziehungsprobleme
  • Verhaltensstörungen im Rahmen von Intelligenzminderungen

Im Einzelfall ist es manchmal schwierig zu entscheiden, ob eine bloße Befindlichkeitsstörung oder eine seelische Erkrankung vorliegt und wo die Übergänge verlaufen.

Als Richtschnur gilt, dass Handlungsbedarf besteht, wenn

  • seelische Veränderungen stattfinden, für die es keine hinreichende Erklärung gibt und wenn der Betroffene das Gefühl hat, sich selbst nicht mehr wiederzuerkennen;
  • Stimmungsschwankungen, Aggressionen oder Gereiztheit über einen längeren Zeitraum anhalten;
  • Angstzustände den Alltag prägen und/oder ihn einschränken;
  • eine Symptomatik sehr bedrohlich ist (Selbstmordgedanken, Wahnvorstellungen, Halluzinationen);
  • Betroffene und das soziale Umfeld stark unter den Beschwerden leiden und ein normales Leben nicht mehr möglich ist;
  • Konzentrationsschwierigkeiten auftreten, die die Bewältigung von Arbeit, Studium oder Alltag immer schwerer machen;
  • negative Gefühle (zum Beispiel Trauer) nicht mehr verschwinden und mehrere Wochen oder Monate anhalten;
  • Schlafstörungen oder körperliche Beschwerden vorliegen, für die es keine organische Ursache gibt.

Wenn eine oder mehrere dieser Beschwerden über längere Zeit, mindestens jedoch drei Monate, auftreten und die Patienten durch die Krankheitszeichen Einschränkungen im täglichen Leben erfahren, deutet dies auf eine psychische Erkrankung hin.

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