Patientenquittung

Die Patientenquittung nach der Behandlung
Was muss die Krankenkasse für meine Behandlung bezahlen? Das erfahren Sie als Patient oder Patientin einer gesetzlichen Krankenversicherung nur, wenn Sie ausdrücklich um diese Information bitten und sich eine sogenannte „Patientenquittung“ ausstellen lassen. Vermerkt sind darin die durchgeführten Leistungen und die Kosten, die der Arzt oder die Ärztin dafür abrechnet. Eine Patientenquittung bietet Ihnen also gleichzeitig die Möglichkeit zu kontrollieren, ob der Arzt oder die Ärztin alle aufgeführten Behandlungsschritte tatsächlich erbracht hat.

Patientenquittung regelmäßig ausstellen lassen
Sie können sich bei Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin eine Tagesquittung direkt im Anschluss an die Behandlung ausstellen lassen und müssen dafür nichts bezahlen. Die Alternative ist eine Quartalsquittung. Der Arzt oder die Ärztin fasst darin jeweils nach 3 Monaten alle Behandlungen zusammen, die er oder sie in diesem Zeitraum durchgeführt hat. Dafür hat er oder sie maximal bis 4 Wochen nach Quartalsende Zeit. Für eine Quartalsquittung müssen Sie eine Gebühr von einem Euro plus Porto bezahlen.
Nach einem Krankenhausaufenthalt erhalten Sie auf Verlangen ebenfalls eine Patientenquittung. Diese wird Ihnen spätestens 4 Wochen, nachdem Sie entlassen worden sind, nach Hause geschickt.

Die Patientenquittung zu erhalten ist Ihr Recht
Ihr Recht auf eine Patientenquittung ist gesetzlich festgelegt. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin ist verpflichtet, Ihnen eine solche Quittung auszustellen, wenn Sie darum bitten. Dabei müssen die Informationen übersichtlich dargestellt werden und in einer Form, die für medizinische Laien verständlich ist.

Alternative: Informationen bei der Krankenkasse
Sie haben auch die Möglichkeit, sich die Informationen bei Ihrer Krankenkasse einzuholen. Dafür müssen Sie einen Antrag bei Ihrer Krankenkasse stellen. Sie erhalten dann eine Aufstellung über die in Anspruch genommenen Leistungen und deren Kosten.

Wenn die Patientenquittung Überraschungen enthält
Sollten Sie auf der Patientenquittung oder auf der Information der Krankenkasse abgerechnete Leistungen finden, die Ihr Arzt oder Ihre Ärztin gar nicht durchgeführt hat, könnte ein Abrechnungsbetrug vorliegen. In diesem Fall können Sie sich an die Stelle zur Bekämpfung von Fehlverhalten im Gesundheitswesen beim GKV-Spitzenverband wenden.


Erstellungsdatum: 30.06.2019
Letzte Aktualisierung: 29.08.2019

Herausgeber: UPD Patientenberatung Deutschland gGmbH

Sie haben Fragen und wünschen eine persönliche Beratung zu gesundheitlichen und gesundheitsrechtlichen Themen?

Unser Beratungsteam beantwortet Ihre Fragen gern:

•             telefonisch unter Tel. 0800 0 11 77 22  (gebührenfrei aus allen Netzen)

•             im Rahmen der Online-Beratung

•             in unseren Vor-Ort-Büros, dem UPD-Beratungsmobil, per App, Post oder Fax.

Eine Übersicht über unser Beratungsspektrum und unsere Kontaktmöglichkeiten finden Sie hier.

quellen

  • § 305 Sozialgesetzbuch Fünftes Buch (SGB V)

so arbeiten wir

Oftmals fühlen sich Menschen im Gespräch mit Krankenkassen oder Ärzten und Ärztinnen überfordert: Sie brauchen Unterstützung bei Fragen und Problemen im Zusammenhang mit ihrer Gesundheit. Unser Ziel ist es, Betroffenen die Informationen zu liefern, die sie benötigen, um sich zurechtzufinden und selbst die für sie beste Entscheidung zu treffen. Die Informationstexte auf unserer Homepage sollen dazu einen Beitrag leisten.
Jeder Text durchläuft einen strengen mehrstufigen Prozess, damit die Qualität der Informationen gesichert ist. Auch für unsere Texte gelten unsere Beratungsgrundsätze: neutral, unabhängig, wissenschaftlich basiert. Für gesundheitliche Informationen arbeiten wir nach den Prinzipien der evidenzbasierten Medizin. Dabei greifen wir in der Regel auf bereits aufbereitete hochwertige Information zurück, zum Beispiel auf die Texte des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) und AWMF-Leitlinien. Sozial- und gesundheitsrechtliche Themen basieren auf sogenannten Primärquellen wie Gesetzen, Verwaltungsvorschriften oder Bundestagsdrucksachen. Die verwendeten Quellen sowie den Stand der letzten Aktualisierung geben wir am Ende des Textes an.
Unser Anspruch ist es verständliche Texte für alle Menschen zu schreiben. Um unserem Ziel gerecht zu werden, binden wir medizinische beziehungsweise  juristische Laien als Testleser ein, bevor wir die Texte veröffentlichen. Die Texte sind sachlich und frei von rechtlichen und gesundheitsbezogenen Wertungen. Wir aktualisieren unsere Texte zeitnah, wenn dies erforderlich ist, und prüfen alle Texte mindestens einmal jährlich.
Details zu unserer Vorgehensweise finden Sie in unserem Methodenpapier zur Erstellung und Präsentation von gesundheitlichen und gesundheitsrechtlichen Informationen in der Patientenberatung der UPD.

Bitte beachten Sie:
Unsere Informationstexte und unsere individuelle Beratung dienen dazu, gesundheitliche und gesundheitsrechtliche Inhalte zu vermitteln, Zusammenhänge zu erläutern und Möglichkeiten aufzeigen. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir im Rahmen unseres gesetzlichen Auftrages keine konkrete Bewertung beziehungsweise Einschätzung im Einzelfall vornehmen können. Information und Beratung durch die UPD ersetzen weder einen Arztbesuch noch eine anwaltliche Vertretung.
© 2019 UPD Patientenberatung Deutschland gGmbH